VfB Stuttgart Trennung von Schindelmeiser: Jetzt spricht VfB-Chef Dietrich

Von Dirk Preiß und  

Rund eine Woche nach der Trennung von Sportchef Jan Schindelmeiser äußert sich Präsident Wolfgang Dietrich erstmals ausführlich zu den turbulenten Tagen beim VfB Stuttgart.

Der starke Mann beim VfB Stuttgart: Präsident Wolfgang Dietrich Foto: Baumann
Der starke Mann beim VfB Stuttgart: Präsident Wolfgang Dietrich Foto: Baumann

Stuttgart - Rund eine Woche nach der Trennung von Jan Schindelmeiser und der Verpflichtung von dessen Nachfolger als Sportvorstand des VfB Stuttgart, Michael Reschke, hat sich erstmals Wolfgang Dietrich ausführlich zu dieser für viele Fans unerwartet drastischen Entscheidung geäußert. „Jan Schindelmeiser hat viele gute Entscheidungen getroffen, allen voran die, Hannes Wolf zu holen“, sagte der Präsident des Fußball-Bundesligisten, „uns allen in den Gremien hat zuletzt aber das Vertrauen gefehlt, dass wir die Phase, die der Verein nun vor sich hat, gemeinsam erfolgreich gestalten können. Es geht um das notwendige Vertrauen, gemeinsam getroffene Entscheidungen konsequent umzusetzen.“

Auch die Transferpolitik Schindelmeisers habe eine Rolle gespielt. Zwar sagt Dietrich: „Es gab keine einzige Verpflichtung, hinter der ich nicht voll und ganz stehe.“ Wohl war dem 68-Jährigen das Augenmerk seines ehemaligen Sportvorstands zu sehr auf junge Spieler ausgelegt: „Wir wollen das eine tun, ohne das andere zu lassen“, sagt Dietrich, „wir brauchen beides – Erfahrung und Entwicklungspotenzial.“

Vertrauen in Reschkes Fähigkeiten

Dass zahlreiche VfB-Anhänger überrascht auf die Entscheidung gegen den beliebten und angesehenen Schindelmeiser reagierten, kann der Clubchef, der auch Aufsichtsratsvorsitzende der VfB Stuttgart AG ist, nachvollziehen. Er sagt aber auch: „In einem Verein darf es nicht um Stimmungen gehen, sondern nur um Überzeugungen. Und als Aufsichtsratsvorsitzender der AG und Präsident des Vereins muss ich dafür Sorge tragen, dass die Dinge, in denen inhaltlich Einigkeit bestanden hat, auch abgearbeitet werden.“

Michael Reschke, der vom FC Bayern kommt und Schindelmeiser am Freitag offiziell nachfolgte, hält Dietrich für einen Mann, „um den uns die meisten Bundesligavereine beneiden“. Vom 59-jährigen früheren Leverkusener erwartet der VfB-Präsident, „dass er sich voll und ganz mit unseren Zielen identifiziert, sich ihnen unterordnet, im Verein einordnet und mit all seiner Erfahrung alles dafür tut, dass wir diese Ziele gemeinsam erreichen“. Dass Reschke zuletzt für den FC Bayern in ganz anderen Kategorien Spieler suchte als es nun beim VfB notwendig ist, sieht Dietrich nicht als Problem an: „Jemand der weiß, wie man fischt, kann das in allen Teichen. Und er weiß, wie man das macht.“

VfB Stuttgart - 1. Bundesliga

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