Leichen, Quoten, Frauen Das müssen Sie über 1000 Folgen „Tatort“ wissen

Von red/dpa 

1000 Folgen „Tatort“ – das ist eine Hausmarke. Wie viele Leichen gab es und was ist die häufigste Todesursache? Die wichtigesten Fakten zur langlebigsten und erfolgreichsten Fernsehreihe Deutschlands.

1000 Krimis, 2280 Leichen – die Bilanz des „Tatort“. Die Bildergalerie zeigt Szenen aus der 1000. Folge, die am Sonntag läuft. Foto: dpa 21 Bilder
1000 Krimis, 2280 Leichen – die Bilanz des „Tatort“. Die Bildergalerie zeigt Szenen aus der 1000. Folge, die am Sonntag läuft. Foto: dpa

Berlin - Mannheim ist die heimliche Hauptstadt des „Tatort“-Krimis. Nicht weil dort ein TV-Team ermittelt, sondern weil dort der Kopf der wohl wissensreichsten Fans der Krimireihe lebt: François Werner. Der heute 43-Jährige gründete vor fast 20 Jahren die Website „tatort-fundus.de“. Zusammen mit zurzeit acht weiteren Experten schaut er die Krimis besonders akribisch an und wertet sie aus. Einige Fragen und Antworten aus diesem Wissensfundus zu 1000 Krimis:

Offiziell läuft am 13. November der 1000. „Tatort“ - wie viele Krimis der Reihe gibt es wirklich?

Die offizielle Zählweise der ARD unterschlägt genau genommen 13 Folgen der Reihe, die zwischen 1985 und 1989 nur in Österreich gezeigt worden sind. Es gibt also eigentlich bereits 1013 Filme der Gemeinschaftsproduktion von Deutschland, Österreich und der Schweiz, von denen auch nicht alle die heute übliche Länge von 90 Minuten aufweisen. Der längste „Tatort“ dauerte 119 Minuten: die Folge „Der Richter in Weiß“ (1971); die kürzeste 56 Minuten: „Der Boss“ (1971).

Welcher „Tatort“ ist der berühmteste?

Der Krimi „Reifezeugnis“ (Erstausstrahlung 27. März 1977) von Wolfgang Petersen ist wohl der legendärste „Tatort“. Der Kieler Kommissar Finke (Klaus Schwarzkopf) hat es darin mit dem Mord an einem Schüler zu tun und trifft auf eine Schülerin (Nastassja Kinski), die ein Verhältnis mit ihrem Lehrer (Christian Quadflieg) hat. Für den Regisseur war unter anderem dieser Krimi vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) das Sprungbrett nach Hollywood.

Wann gab es die erste Frau als Kommissarin?

Als erste Ermittlerin der Reihe schickte der damalige Südwestfunk (SWF) die Kommissarin Marianne Buchmüller (Nicole Heesters) ins Rennen. Die Auftaktfolge hieß „Der Mann auf dem Hochsitz“ und wurde am 29. Januar 1978 ausgestrahlt. Bis 1980 gab es drei Folgen mit Heesters.

Welche Ermittler hatten die meisten Fälle?

Die Münchner Hauptkommissare Batic und Leitmayr (Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl) waren seit 1991 in 73 Folgen zu sehen und sind damit Rekordhalter der Reihe. Die dienstälteste Ermittlerfigur innerhalb der Reihe ist jedoch Hauptkommissarin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts). Sie ermittelt seit Ende Oktober 1989 in Ludwigshafen - in bislang 64 Folgen.




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