22 250 Kilometer zurückgelegt Mehr als 1800 Läufer beim Lauf für Kinderrechte

Von Torsten Schöll 

Der Spendenlauf in Stuttgart wurde zu einer großen Demonstration für Kinderrechte. Ein Teilnehmer aus der Schweiz lief nicht einfach so mit – er machte etwas Überraschendes.

Sportliche junge Teilnehmer in Stuttgart starten zum Spendenlauf Foto: Lichtgut/Julian Rettig
Sportliche junge Teilnehmer in Stuttgart starten zum Spendenlauf Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Stuttgart - Rino Inabnit zieht seine Runden. Eine um die andere. Auch mitten in der Nacht. Er ist eigens aus Zürich angereist, um von Samstag bis Sonntag am Stuttgarter Spendenlauf für Kinderrechte teilzunehmen. Das Besondere: Der Kita-Erzieher läuft den 24-Stunden-Lauf vollständig rückwärts. „Ich will damit zum Ausdruck bringen, dass man bei Kindesmissbrauch nicht wegschauen darf“, sagt der 41-Jährige, der sich lange überlegt hat, was er anlässlich des Jubiläums 30 Jahre Kinderrechte unternehmen könnte. Seine Wahl fiel auf den Stuttgarter 24-Stunden-Benefizlauf. Insgesamt will Inabnit auf diese Weise 400 Euro für die Kinderrechte erlaufen.

Mehr als 200 Läufer und Läuferinnen aller Altersklassen hatten sich am Samstag beim Startschuss um 14 Uhr auf die Beine gemacht, um das anvisierte Spendenziel von 26 885 Euro zu erreichen. Insgesamt waren bis Sonntag 14 Uhr rund 1800 Athleten aus 46 Teams auf der Strecke der Sportanlage der Universität Stuttgart in Vaihingen unterwegs. Der 24-Stundenlauf, organisiert vom Verein Kinderfreundliches Stuttgart und dem Sportkreis Stuttgart, fand zum 13. Mal statt. „Auch mitten in der Nacht waren Läufer auf der Strecke“, betont Silke Schmidt-Dencker vom Verein Kinderfreundliches Stuttgart.

Ein heftiges Gewitter verursacht eine Zwangspause

Zuvor hatte eine Jury aus Kindern der Grund- und Werkrealschule Ostheim, der Schickhardt-Realschule sowie der Waldorfschule am Kräherwald zwölf Projekte ausgewählt, die mit den Spenden der Sponsoren unterstützt werden sollen. „Bemerkenswert ist, dass darunter zwei Projekte besonders viele Stimmen bekommen haben, in denen es um Hilfe für gescheiterte Familien geht“, so Schmidt-Denker. Wie viel Geld erlaufen wurde, könne man erst in einigen Tagen sagen.

Kurzzeitig musste der Lauf in der Nacht auf Sonntag wegen eines heftigen Gewitters unterbrochen werden. Den beeindruckenden Laufleistungen insgesamt tat das keinen Abbruch. Die beste Teamwertung erreichten Läufer des Polizeipräsidiums Stuttgart mit insgesamt 2792 Kilometern. Die beste Einzelleistung: 162 Kilometer – also eine Distanz von rund vier Marathonläufen. Insgesamt legten alle Läufer gemeinsam 22 250 Kilometer zurück. 100 davon der Rückwärtsläufer Rino Inabnit.




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