329. Leonberger Pferdemarkt Ein bodenständiger Aristokrat

Von Thomas K. Slotwinski 

Seine Königliche Hoheit Eberhard Herzog von Württemberg fühlt sich auf dem Pferdemarkt sehr wohl. Die Gäste aus den Partnerstädten ohnehin.

Zwei, die sich mögen: Der aristokratische Eberhard Herzog von Württemberg(l.), Anrede Ihre Königliche Hoheit, und der bürgerliche Martin Georg Cohn, Anrede Herr Oberbürgermeister. Foto:  
Zwei, die sich mögen: Der aristokratische Eberhard Herzog von Württemberg(l.), Anrede Ihre Königliche Hoheit, und der bürgerliche Martin Georg Cohn, Anrede Herr Oberbürgermeister. Foto:  

Leonberg - Leonberg ist ihm durchaus bekannt, immerhin hat er bei den Feierlichkeiten zu 550 Jahren Leonberger Landtag eine Festrede gehalten. Aber das ist nun auch schon wieder fast 13 Jahre her. Insofern hat sich Eberhard Herzog von Württemberg gefreut, endlich mal wieder am Engelberg zu verweilen. Und dann noch zum Pferdemarkt!

(Sehen Sie hier die schönsten Impressionen vom großen Spektakel)

In rustikaler Umgebung fühlt sich der volksnahe Aristokrat ohnehin am wohlsten. Da hatte es sich gut gefügt, dass ihm Martin Georg Cohn bei einer Privatfeier ausführlich die Vorzüge des Leonberger Nationalfeiertages geschildert und ihn zum Mitfeiern eingeladen hatte. Herzog Eberhard, dessen offizielle Anrede „Seine Königliche Hoheit“ lautet, ließ sich nicht zweimal bitten und war am Dienstag beim Festumzug in der Kutsche des Oberbürgermeisters dabei, in guter Gesellschaft mit dem Landrat. Roland Bernhard nutzt das größte Leonberger Fest immer wieder gerne, um dem nicht immer fröhlichen Alltag im Böblinger Landratsamt zu entfliehen. Während normalerweise Bernhard aber immer bis in den späten Abend bleibt und noch in der Feuerwache Station macht, musste er diesmal schon gegen 18 Uhr zurück zu profanen Terminen.

Stammgäste, Narren und Elvis

Stammgast auf der Promi-Tribüne auf dem Marktplatz ist auch Wolfgang Faißt. Der Renninger Bürgermeister konnte diesmal gleich mehreren Repräsentanten aus seiner Stadt zuwinken: Der Ritterbund kam recht martialisch daher, da machten die Narrenzunft und die Schdoibruch-Hexa schon einen friedlicheren Eindruck. Mehr Zeit zum Feiern hat jetzt ein anderer Renninger: Andreas Kindler hat nach 20 Jahren sein Amt als Chef des Kreisbauernverbands niedergelegt und kam in klassischer Pferdemarktmontur: mit Hut und Mantel.

Wieder munter waren die Besucher aus den Partnerstädten Belfort, Berlin-Neukölln, Lobenstein und Rovinj und deren Gastgeber, das Bürgermeistertrio mit OB Cohn, Ulrich Vonderheid und Klaus Brenner. Am Vorabend waren sie von Kay Philipp im Schloss Höfingen bestens bewirtet wurden. Der Überraschungscoup: Zu vorgerückter Stunde trat ein Musiker auf, der neuerdings in städtischen Diensten steht: Als Elvis begeisterte Nils Straßburg nicht nur die Gäste aus der Ferne, sondern auch die Lokalmatadoren.




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