46. Schurwaldlauf In „Rom“ mit Abstand ans Ziel

Daumen hoch: Hans-Peter Babiak aus Rommelshausen freut sich auf den Halbmarathon beim  46. Schurwaldlauf. Foto: Eva Herschmann
Daumen hoch: Hans-Peter Babiak aus Rommelshausen freut sich auf den Halbmarathon beim 46. Schurwaldlauf. Foto: Eva Herschmann

Beim Halbmarathon des 46. Schurwaldlaufs siegt Adrian Hüttl (SG Schorndorf). Aber alle Läufer – ob über fünf, zehn oder 21 Kilometer am Start – fühlen sich als Gewinner.

Fellbach: Eva Herschmann (eha)
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Rommelshausen - Beim Lauftreff in Rommelshausen joggen Sabine Roth und Hans-Peter Babiak regelmäßig Seite an Seite durch die Landschaft. Bei der 46. Auflage des Schurwaldlaufs am Samstag, organisiert von der Leichtathletikabteilung der Spvgg Rommelshausen, mussten die Dauerläufer Abstand halten. Am Start im Saint-Rambert-Stadion reihten sich die knapp 150 Teilnehmer bei den drei Rennen – dem Jedermannlauf über fünf, dem Volkslauf über zehn Kilometer und dem Halbmarathon – hintereinander auf statt nebeneinander. Mitlaufen durfte nur, wer geimpft, genesen oder getestet war. Alle hielten sich an die Vorgaben. „Das Ordnungsamt hat das kontrolliert“, sagt der Abteilungsleiter Eberhard Maier.

Der Sieger hat mehr als fünfeinhalb Minuten Vorsprung

Zufrieden war auch Adrian Hüttl von der SG Schorndorf, der Sieger des Schurwaldlaufs (1:25,52 Stunden), der mit einem Vorsprung von mehr als fünfeinhalb Minuten vor Leon Vetter (Ammerbuch) ins Ziel kam. Trotz der Corona-Auflagen im Stadion habe es sich draußen auf der Strecke normal angefühlt, berichtet Sabine Roth, die beim Halbmarathon in 2:04,38 Stunden auf Rang 38 unter 71 Startern lief. Schnellste Frau über 21 Kilometer war Svenja Erdmann (Rottenburg) in 1:39,30 Stunden. Hans-Peter Babiak kam rund zehn Minuten später nach 1:49,48 Stunden als 22. der Gesamtwertung ins Ziel.

Das Angebot an Läufen ist immer noch überschaubar

„Das Feld hat sich gleich auf den ersten Kilometern ziemlich auseinandergezogen, aber es war schön, überhaupt wieder ein Rennen zu laufen“, sagt Sabine Roth. Allzu viele Gelegenheiten gab es für die Ultraläuferin aus Fellbach zuletzt nicht. Das Angebot an Läufen sei noch immer recht überschaubar, erklärt die 39-Jährige. „Ich hab’ auch lange gezögert, mich in Rommelshausen anzumelden, weil die Enttäuschung dann noch größer ist, falls doch eine Absage kommt.“

Sabine Roth aus Fellbach geht es um das Erlebnis

Für Sabine Roth ist der Halbmarathon eher eine Kurzstrecke. 2018 ist sie die 74 Kilometer beim Supermarathon des Rennsteiglaufs im Thüringer Wald gelaufen. „Mir geht es nicht um Schnelligkeit, sondern um das Erlebnis“, sagt Sabine Roth, die sich jetzt auf den Bottwartal-Marathon freut, der am 16. und 17. Oktober stattfinden wird.

Hans-Peter Babiak ist zum fünften Mal dabei

Beim Rennen über 42 Kilometer wird Hans-Peter Babiak auch wieder – mit Abstand – an ihrer Seite sein. Zwei Wochen zuvor ist der 51-Jährige aus Rommelshausen den Hartfüssler-Trail in Saarbrücken mitgelaufen, ein Querfeldeinrennen über 58 Kilometer und 1654 Höhenmeter. In Sachen Steigungen sei die Strecke in Rommelshausen ähnlich anspruchsvoll, sagt Hans-Peter Babiak, der vor acht Jahren mit dem Laufen begonnen hat und zum fünften Mal beim Schurwaldlauf dabei war. In Saarbrücken verlaufe die Route eben durch ehemalige Kohlenhalden statt Weinberg- und Waldwege rauf und runter. Wobei in diesem Jahr nicht nur die schöne Aussicht ins Remstal besonders war, sagt Hans-Peter Babiak. „Alle, mit denen ich geredet habe, waren einfach nur dankbar und froh, dass der Traditionslauf diesmal wieder stattgefunden hat.“




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