85 Alarmtage seit Mitte Oktober in Stuttgart Stadt rechnet nicht mehr mit Feinstaubalarm

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Am Samstag, 15. April, endet die Feinstaubalarmperiode. Weitere Alarmtage wird es nach Einschätzung der Stadt nicht mehr geben. Doch nicht alle Probleme mit der Luftbelastung sind damit zu Ende.

Für diese Periode nicht mehr zu erwarten: Feinstaubalarm in Stuttgart Foto: dpa
Für diese Periode nicht mehr zu erwarten: Feinstaubalarm in Stuttgart Foto: dpa

Stuttgart. - In der aktuellen Feinstaubperiode, die am 15. Oktober 2016 begann und am Ostersamstag, 15. April, endet, gibt die Stadt für Autofahrer Entwarnung. „Wir rechnen in den nächsten Tagen mit keinem weiteren Alarm“, teilten Bürgermeister Peter Pätzold (Grüne) und der Stadtklimatologe Ulrich Reuter mit. In den Sommermonaten bis 15. Oktober wird kein Alarm ausgerufen, weil bei wärmeren Temperaturen der Luftaustausch besser ist und es deshalb nicht zu Anreicherung des Feinstaubs in der Luft kommt. Zudem wird weniger geheizt. „Erfahrungsgemäß wird der Grenzwert von 50 Mikrogramm in den kommenden Wochen und Monaten unterschritten“, sagte Reuter.

Stickstoffdioxid bleibt das Problem

Allerdings gibt es bei Stickstoffdioxid, dem nach Ansicht von Experten größeren Schadstoffproblem, keine Entwarnung im Sommer: Hier sind auch in den kommenden Monaten Überschreitungen möglich. Der Stundengrenzwert von 200 Mikrogramm wurde bisher an drei Stunden in der Hohenheimer Straße und an zwei Stunden am Neckartor überschritten. Zulässig sind 18 Stunden pro Jahr.

Die Stadt hat seit Mitte Oktober 13-mal Feinstaubalarm ausgerufen, der 85 Tage dauerte. Das passiert immer dann, wenn sich auf Grund der Wetterlage die Schadstoffe anreichern können und eine Überschreitung der Grenzwerte droht. Seit Mitte Oktober gab es mehr als 64 Überschreitungstage, seit Anfang des Jahres bis Ende März sind es schon 35. Damit ist die maximal erlaubte Zahl von Überschreitungstagen bereits erreicht. Am Wochenende lag der Feinstaubwert mit 45 knapp unter dem Grenzwert von 50 Mikrogramm, seitdem fällt er weiter.

Nicht nur Stuttgart betroffen

Pätzold wies darauf hin, dass nicht allein Stuttgart mit zu hohen Werten kämpfe. Rund 80 Kommunen in Deutschland haben eine zu hohe Belastung ihrer Luft mit Schadstoffen. „Viele von ihnen schauen genau hin, wie wir das Problem in den Griff bekommen wollen.“ Dazu zählten auch die Tests mit der Mosswand und mit innovativen Reinigungstechniken. Der Einsatz von Kehrmaschinen in den Nachtstunden geht diese Woche zu Ende und wird dann ausgewertet.




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