Absage für die Stuttgarter Liederhalle Auch in diesem Herbst fällt der Landespresseball aus

Der letzte Landespresseball fand im November 2019 statt. Foto: Lichtgut/Max /alenko
Der letzte Landespresseball fand im November 2019 statt. Foto: Lichtgut/Max /alenko

„Die Akzeptanz für Indoor-Veranstaltungen im Herbst ist weiterhin gering“, heißt es bei der Pressestiftung Baden-Württemberg. Deshalb haben die Veranstalter am Dienstag den für den 12. November geplanten Landespresseball „schweren Herzens“ abgesagt.

Lokales: Uwe Bogen (ubo)
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Stuttgart - Walzertanz mit Maske? So recht vorstellen kann man sich dies nicht. Zwar dürfen Clubs unter bestimmten Voraussetzungen ihre Gäste auf der Tanzfläche vom Mund- und Nasenschutz befreien. Doch für einen Ball gibt es keine entsprechende Bestimmung. Nicht nur deshalb haben der Sozialfonds der Landespresse und die Pressestiftung Baden-Württemberg als Veranstalter den 61. Landespresseball in diesem Herbst abgesagt – zum zweiten Mal in Folge. „ Stand heute wäre eine Veranstaltung unter Vollauslastung in der Liederhalle unter Auflagen zwar möglich“, sagt Organisatorin Simone Schüle, „dennoch sehen wir uns mit wachsenden Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Pandemie und daraus möglicherweise folgenden künftigen Regelungen konfrontiert.“

Was auf dem Schlossplatz klappt, ist in Innenräumen eine Risiko

Vor wenigen Wochen hat Simone Schüle noch das SWR-Sommerfestival auf dem Schlossplatz organisiert und war beglückt, dass alles so gut geklappt hat. Die Begeisterung des Publikums am Live-Erlebnis war enorm. Was im Freien problemlos möglich war, lässt sich für Indoor-Veranstaltungen wohl nicht übertragen. „Die Menschen sind vorsichtig, wenn es in Innenräume geht“, sagt die Organisatorin. Vor diesem Hintergrund sei das „finanzielle und allgemeine Risiko für einen Ball“ zu groß. Die Veranstalter habe sich deshalb entschieden, den gesellschaftliche Höhepunkt des Landes erneut auszusetzen. Auch wenn viele Gäste geimpft seien, werde mit einer 2-G-Regel das Maskentragen beim Ball nicht wegfallen.

Aufruf für Spenden an die Pressestiftung

Die Pressestiftung hat im vergangenen Jahr über einen eigenen Corona-Hilfsfonds eine Vielzahl an hauptberuflich freien Journalistinnen und Journalisten unterstützt, die unter den Folgen der Pandemie zu leiden haben. „Hierbei sind wir von unseren langjährigen Sponsoren und Gästen finanziell stark unterstützt worden“, freut sich Simone Schüle. Der neuerliche Ausfall des Landespresseballs bedeute für das Jahr 2021 „einen großen finanziellen Verlust für die Arbeit der Pressestiftung“. Die Stiftung bittet daher weiterhin um Unterstützung für ihre Arbeit in Form von Spenden (Pressestiftung Baden-Württemberg, Baden Württembergische Bank, IBAN: DE 44 6005 0101 7871 518030). Der nächste Presseball soll am 11. November 2022 stattfinden.




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