Adelshaus aus dem Südwesten Carl Herzog von Württemberg übergibt Tagesgeschäfte an seinen Sohn

Von red/dpa 

Zum Jahresbeginn gibt es Änderungen im Hause Württemberg. Carl Herzog von Württemberg zieht sich aus dem aktuellen Tagesgeschäft zurück und übergibt an seinen Sohn Michael, wie die Adelsfamilie nun bekannt gab.

Carl Herzog von Württemberg übergibt das Tagesgeschäft an seinen Sohn. Foto: imago/Hartenfelser/imago stock&people
Carl Herzog von Württemberg übergibt das Tagesgeschäft an seinen Sohn. Foto: imago/Hartenfelser/imago stock&people

Friedrichshafen - Carl Herzog von Württemberg zieht sich aus dem aktuellen Tagesgeschäft seines Adelshauses zurück. Der 83-Jährige sagte am Sonntag bei einem Neujahrsempfang auf Schloss Altshausen (Kreis Ravensburg), er habe seinen Sohn Michael zum Jahresbeginn in die Direktion der Hofkammer berufen. „Ich selbst bin gesundheitlich nicht mehr in der stabilen Verfassung, mich allen unternehmerischen Themen der Hofkammer zu widmen.“ Herzog Michael (54) leite die Hofkammer - also die private Verwaltung des Hauses Württemberg - in den kommenden Jahren gemeinsam mit deren Präsident Henrik Lingenhölin.

Offizielles Oberhaupt des Hauses Württemberg bleibt jedoch Carl Herzog von Württemberg selbst. Als seinen Nachfolger hatte der 83-Jährige bereits im vergangenen Sommer seinen Enkel Herzog Wilhelm bestimmt. Der 25-Jährige ist der Sohn des ältesten Sohnes von Herzog Carl und seiner Frau Diane, der 2018 bei einem Autounfall im Kreis Ravensburg im Alter von 56 Jahren ums Leben kam. Herzog Wilhelm studiere derzeit noch in Großbritannien und werde danach zunächst außerhalb der Familie Berufserfahrung sammeln, sagte Herzog Carl. In einigen Jahren solle er dann die Führung des Hauses übernehmen.

Die Hofkammer mit Sitz in Friedrichshafen am Bodensee verwaltet den Angaben zufolge unter anderem die Immobilien der Adelsfamilie, Forst- und Weinanbaubetriebe, die adelseigene Landwirtschaft sowie Finanzanlagen und Beteiligungen.