«Aktenzeichen XY... ungelöst» Mord vor 31 Jahren: Hinweise nach TV-Aufruf in ZDF-Sendung

Von dpa 

Auch nach 30 Jahren ist der Mord an einer jungen Frau in Trier nicht aufgelöst. Nach einem TV-Aufruf gibt es erste Spuren. Stammt der Mörder aus dem Umfeld der Frau?

Ein aktueller Aufruf in der TV-Sendung Aktenzeichen XY ... ungelöst hat drei konkrete Hinweise auf einen Mord vor mehr als 30 Jahren in Trier gebracht. Foto: Sina Schuldt/dpa Foto: dpa
Ein aktueller Aufruf in der TV-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" hat drei konkrete Hinweise auf einen Mord vor mehr als 30 Jahren in Trier gebracht. Foto: Sina Schuldt/dpa

Trier - Zum Mord an einer Frau in Trier vor mehr als 30 Jahren sind nach einem Aufruf in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" am Mittwochabend drei Hinweise eingegangen.

Ermittler der Kriminalpolizei werden diese nun überprüfen und auswerten, wie ein Sprecher der Polizei in Trier sagte. Man sei sich im Klaren darüber, dass es "recht schwierig" sei, darauf zu hoffen, dass sich jemand noch konkret an Beobachtungen vom August 1989 erinnere. Damals war die 32-jährige Beatrix Hemmerle in ihrer Wohnung von einem Unbekannten erstochen worden.

Um den Fall noch aufzuklären, hat die Polizei den Fall neu aufgerollt und aufgrund von neuen Spuren jetzt einen DNA-Reihentest gestartet. In einem ersten Schritt wurden in dieser Woche gut 100 Männer angeschrieben, um eine Speichelprobe abzugeben. "Die Resonanz auf die verschickten Einladungsschreiben ist recht hoch", sagte der Polizeisprecher. Erste DNA-Proben seien bereits entnommen worden, weitere Termine wurden vereinbart.

Die gut 100 Angeschriebenen sind laut Polizei der erste Teil von insgesamt 450 Männern, die im Zuge der Ermittlungen zum Mord am Hemmerle personalisiert worden sind. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter aus dem persönlichen oder räumlichen Umfeld des Opfers stammt. Er war über eine offen stehende Balkontür in die Wohnung eingedrungen. Ihr damals zwölfjähriger Sohn, der durch Schreie und Kampfgeräusche wach wurde, fand die Mutter im Sterben.

© dpa-infocom, dpa:200813-99-151679/3




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