Albverein Zuffenhausen/Stammheim Auf den Spuren von Natur und Heimat

Von Bernd Zeyer 

Die Ortsgruppe Zuffenhausen/Stammheim des schwäbischen Albvereins gibt es bereits seit 1898. Ihr Angebot hat sich im Laufe der Zeit stetig vergrößert.

Ein Bild ais dem Jahr 1913. Damals waren die Damen und Herren in den Löwensteiner Bergen unterwegs. Foto: z
Ein Bild ais dem Jahr 1913. Damals waren die Damen und Herren in den Löwensteiner Bergen unterwegs. Foto: z

Stammheim - Kniebundhosen, Wanderstock, genagelte Stiefel, fesche Kopfbedeckung: Wer sich alte Schwarz-Weiß-Bilder vom Albverein anschaut, der taucht in eine längst vergessen geglaubte Welt ein. 1898 ist die Ortsgruppe Zuffenhausen/Stammheim gegründet worden, mittlerweile umfasst ihr Angebot weit mehr als reine Wandertouren.

„Zu einem alten Verein gehört ein alter Vorstand“, sagt Klaus Müller mit einem Augenzwinkern. Seit gut einem halben Jahrhundert ist der Zuffenhäuser Mitglied in der Ortsgruppe. Zwar hatten für einige Jahre junge Frauen im Vorstand das Sagen, nun sind aber wieder eher erfahrenere Semester am Ruder: Wilma Romeis, Klaus Eigenbrod und Bernhard Schenkel bilden die „Arbeitsgruppe Vorstand.“ Da der langjährige Vorsitzende Manfred Stein im Jahr 2002 nicht mehr zur Wiederwahl angetreten war und sich kein Nachfolger fand, musste zunächst eine vierköpfige Arbeitsgruppe in die Bresche springen. Aus der Notlösung wurde im Laufe der Jahre ein Dauerbrenner. Mittlerweile haben sogar einige andere Ortsgruppen das Zuffenhäuser System übernommen.

„Junge Leute zu bekommen, ist sehr schwierig“, sagt Müller. Zwar begegne man bei Albvereins-Touren regelmäßig Familien mit Kindern, doch zum Spazierengehen oder Wandern müsse man halt nicht in einen Verein eintreten. Und Heranwachsende würden sich heutzutage ohnehin für ganz andere Hobbys interessieren. Wenn jugendlicher Nachwuchs den Weg zu den Wanderfreunden fände, dann vor allem auf dem Land, wo das Freizeitangebot nicht so groß wie in einer Stadt sei.

Die Leute sollen die Schönheit der Natur genießen

Bei ihrer Gründung im Jahre 1898 hatte die Ortsgruppe 16 Mitglieder, die Zahl stieg in den Folgejahren stetig an. Der Höhepunkt war 1968 mit 451 erreicht. Seit diesem Jahr glich die Entwicklung dann aber einer Berg- und Talfahrt, wobei die Grundtendenz langsam, aber sicher nach unten ging. Ganz im Gegensatz zum Angebot, das im Laufe der Zeit immer vielfältiger wurde: In der Frauengruppe treffen sich Damen zum Plauschen und Spazierengehen, Leute, die ein Instrument spielen, sind bei der Musikgruppe „Die fidelen Älbler“ gut aufgehoben.

Wer auf den Brettern, die angeblich die Welt bedeuten, stehen möchte, kann sich der Theatergruppe anschließen. Zeitgenossen, die gut bei Stimme sind, sollten vielleicht einmal bei der Singgruppe vorbeischauen. „Wir sind ein gemischter Chor. Die einen können singen, die anderen nicht“, umschreibt Klaus Müller deren Motto. Spaß an der Freude steht bei sämtlichen Albvereinsaktivitäten im Vordergrund, auch bei Wandertouren. „Wir wollen nicht stur Kilometer fressen.

Vielmehr sollen die Leute die Schönheit der Natur genießen und etwas über ihre Heimat erfahren“ sagt Wanderwartin Elisabeth Zimmermann. Auch die Freude an der Gemeinschaft sei wichtig. Gastwanderer, das betont Zimmermann, sind stets willkommen. Noch mehr freuen würden sich die Verantwortlichen freilich über neue Vereinsmitglieder aus allen Altersgruppen. Kniebundhosen und genagelte Stiefel sind dabei keinesfalls eine Grundvoraussetzung.

Schwäbischer Albverein

Telefon 8 26 34 59

Internet www.schwaebischer-albverein.de/zuffenhausen-stammheim

Mail og-zuffstamm@schwaebischer-albverein.de

Arbeitsgruppe Vorstand Wilma Romeis, Klaus Eigenbrod, Bernhard Schenkel

Gründungsjahr 1898

Mitgliederzahl zirka 250

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