Allgäuer Rinderhaltungsbetrieb Weiterhin Tierschutzverstöße bei Großbetrieb

Der Betrieb war bereits in der Vergangenheit im Zusammenhang mit dem Allgäuer Tierschutzskandal in den Schlagzeilen (Archivbild). Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand
Der Betrieb war bereits in der Vergangenheit im Zusammenhang mit dem Allgäuer Tierschutzskandal in den Schlagzeilen (Archivbild). Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Ställe des Betriebes in Bad Grönenbach (Landkreis Unterallgäu) sind laut einer Kontrollbehörde überbelegt. Nach Medienberichten hatte eine Tierschutzorganisation die Zustände auf dem Betrieb per Video dokumentiert und öffentlich gemacht.

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Bad Grönenbach - In einem großen Allgäuer Rinderhaltungsbetrieb sind erneut Verstöße gegen Tierschutzbestimmungen festgestellt worden. Wie ein Sprecher der Bayerischen Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) am Dienstag erläuterte, sind die Ställe des Betriebes in Bad Grönenbach (Landkreis Unterallgäu) überbelegt.

Nicht für jede Kuh stehe somit ein eigener Liegeplatz zur Verfügung, sagte Pressesprecher Henning Brinkmann. Nach Medienberichten hatte eine Tierschutzorganisation die Zustände auf dem Betrieb per Video dokumentiert und öffentlich gemacht.

Frist bis Ende Februar 2021 gesetzt

Bereits vor einiger Zeit war bei dem Betrieb festgestellt worden, dass zu viele Tiere auf dem Hof sind. Dann habe der Betreiber den Bestand um mehrere Hundert Tiere reduziert, aber noch nicht ausreichend. „Zuletzt ist der Bestand aber wieder leicht angestiegen“, sagte der KBLV-Sprecher.

Schließlich sei eine Frist bis Ende Februar 2021 gesetzt worden, um die Zahl der weiter zu reduzieren. Nun soll dem Betreiber ein Zwangsgeld auferlegt werden, wenn er weiterhin zu viele Rinder im Stall belässt.

Der Betrieb, um den es in dem neuen Fall geht, war bereits in der Vergangenheit im Zusammenhang mit dem Allgäuer Tierschutzskandal in den Schlagzeilen. Seit Mitte 2019 kamen bei mehreren Höfen in Bad Grönenbach und in anderen Orten im Allgäu teils gravierende Verstöße gegen den Tierschutz ans Licht. Die Staatsanwaltschaft hat gegen Verantwortliche mehrerer Betriebe ermittelt, erste Anklagen wurden bereits erhoben. Die Prozesse haben allerdings noch nicht stattgefunden.




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