Altdorfer Musikinstitution Ulrike Engelke feiert 80. Geburtstag

Ulrike Engelke Foto: Susanne Kittelberger/Susanne Kittelberger
Ulrike Engelke Foto: Susanne Kittelberger/Susanne Kittelberger

Die Leiterin der Akademie für Alte Musik in Baden-Württemberg, die Altdorfer Flötistin Ulrike Engelke, feiert heute ihren 80. Geburtstag.

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Ulrike Engelke

Altdorf - Als Flötistin und Leiterin der 1992 gegründeten Dresdner Akademie für Alte Musik ist Ulrike Engelke weit über unsere Region hinaus bekannt geworden. Seit 2004 firmiert der eingetragene Verein unter dem Namen Akademie für Alte Musik in Baden-Württemberg (AAMBW). Am heutigen 11. Mai feiert Ulrike Engelke in Altdorf ihren 80. Geburtstag.

1941 in Gleiwitz (Oberschlesien) geboren, wurde ihr die Liebe zur Musik in die Wiege gelegt. Schon als Kind spielte die Tochter eines Musiklehrers mehrere Instrumente. Zu ihrem eigentlichen Ausdrucksmittel wurde jedoch die Flöte. 1955 zog die Familie nach Sindelfingen und unter ihrem Mädchennamen Ulrike Klose ist sie dort noch vielen ehemaligen Flötenschülern in Erinnerung. Auch im Studium stand die Flöte stets im Mittelpunkt. Auf einem Originalinstrument des Flötenbauers Greve begann sie in den 1970er Jahren eine Karriere als Traversflötistin und wurde zu einer international anerkannten Spezialistin auf dem Gebiet der Alten Musik des 17. und 18. Jahrhunderts.

Neben ihrem Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen (1978 bis 1990) sind ihr selbst rückblickend drei Stationen besonders wichtig: das Aufbaustudium bei dem weltbekannten Flötisten Aurèle Nicolet im Jahre 1965, ihre Tätigkeit als Dozentin für Travers- und Blockflöte an der Internationalen Sommerakademie für Alte Musik in Innsbruck (1986-92) und die Gastprofessur an der Prager Karls-Univerität, wo sie von 1993-97 den Studienzweig Historische Aufführungspraxis aufbaute. In dieser Zeit knüpfte sie eine Vielzahl von Kontakten zu Musikern aus den damals im Aufbruch begriffenen Ländern Osteuropas.

Daneben verbindet sie eine besondere Freundschaft mit dem britischen Geiger Simon Standage, der zu den Urgesteinen der historischen Aufführungspraxis zählt. Zu ihren wichtigsten musikalischen Weggefährten gehört auch ihr Mann, der Physiker Dr. Helmut Engelke. 1964 heirateten sie und haben zusammen drei Kinder. Bis heute wirkt er als Geiger und Bratscher in ihren Ensembles mit. Selbst in der für alle Künstler schwierigen Coronazeit hat sich Ulrike Engelke nicht beirren lassen und bereits ein neues Konzertprogramm einstudiert. Es wäre sicher ihr schönstes Geburtstagsgeschenk, wenn sie es noch in diesem Jahr auf der Bühne zur Aufführung bringen dürfte. (kit)




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