Am Rande des Felix-Sturm-Kampfs Tim Wiese plaudert über berufliche Zukunft

Von kap/dpa 

Felix Sturm ist am Samstagabend zum fünften Mal Weltmeister geworden. Im Publikum saß neben Ex-VfB-Coach Christoph Daum auch der Fußball-Profi Tim Wiese, der am Rande des Kampfes über seine berufliche Zukunft sprach.

Beim Kampf von Felix Sturm gegen Fjodor Tschudinow saß unter anderem auch Ex-Fußball-Profi Tim Wiese (Mitte) im Publikum. Foto: Bongarts 14 Bilder
Beim Kampf von Felix Sturm gegen Fjodor Tschudinow saß unter anderem auch Ex-Fußball-Profi Tim Wiese (Mitte) im Publikum. Foto: Bongarts

Oberhausen - Fußball-Profi Tim Wiese hat sich am Rande des Boxkampfes zwischen Felix Sturm und Fjodor Tschudinow zu seiner beruflichen Zukunft geäußert. Der 34-Jährige, der noch bei 1899 Hoffenheim als Keeper unter Vertrag steht und eine Wrestling-Karriere in den USA anstrebt, sagte bei Sat.1: „Ich habe noch einen Vertrag bis Sommer bei meinem Arbeitgeber. Was danach passiert, darf ich noch nicht verraten“. Eine mögliche Karriere im Wrestling-Ring hat Wiese damit also nicht ausgeschlossen.

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Im Publikum saßen auch weitere Prominente, wie beispielsweise Ex-VfB-Trainer Christoph Daum mit seiner Frau Angelika Camm-Daum sowie Schauspieler Henning Baum, die miterlebten, wie Felix Sturm als erster deutscher Profiboxer zum fünften Mal Weltmeister wurde. Der 37 Jahre alte Herausforderer bezwang Titelträger Fjodor Tschudinow in 12 Runden nach Punkten (115:113, 115:113, 114:114) und kürte sich zum WBA-Weltmeister im Supermittelgewicht. „Vielleicht war das heute mein letzter Kampf. Es war ein immenser Druck. Ich lasse erstmal ein wenig Zeit vergehen. Wir wollen erstmal runterkommen.“, sagte der gebürtige Bosnier.

Sturm nahm Revanche für die Niederlage vom Mai 2015

Sturm nahm damit vor 8000 Zuschauern in Oberhausen Revanche für die gegen den Russen im Mai 2015 erlittene Punktniederlage. Der neun Jahre jüngere Tschudinow kassierte am Samstag in Oberhausen die erste Niederlage im 15. Kampf, Sturm feierte seinen 40. Sieg im 48. Kampf.

In einem intensiven Gefecht versuchte Felix Sturm von Beginn an, den Titelverteidiger mit seiner Schnelligkeit und der starken Führungshand zu beeindrucken. Der schlagstarke Tschudinow hatte jedoch immer die passende Antwort parat und ließ sich nicht beeindrucken.

Mit zunehmender Kampfdauer übernahm der Russe wie schon in der Erstauflage das Heft des Handelns und punktete vor allem mit gefährlichen Haken, die immer wieder am Kopf seines Gegners einschlugen. Sturm setzte auf seine Konterstärke und hatte in einem äußerst engen Duell damit am Ende die Punktrichter knapp auf seiner Seite.