American Football Kontaktsportart mit – noch – wenig Körperkontakt

Die Footballer dürfen   – unter gewissen Bedingungen – trainieren.  Foto: Fellbach Warriors
Die Footballer dürfen – unter gewissen Bedingungen – trainieren.  Foto: Fellbach Warriors

Die Fellbacher Warriors sind wieder im Football-Training. Verein und Spieler betreiben dafür einen großen Aufwand. Weder Kosten noch Mühen werden gescheut.

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Fellbach - Die Football-Abteilung des SV Fellbach hat am vergangenen Dienstag das Training wieder aufgenommen. Der Inzidenzwert im Rems-Murr-Kreis fällt – und somit fallen auch die Einschränkungen, die den Amateursport seit Oktober des Vorjahres lahmgelegt haben. Nun dürfen die Fellbach Warriors der American-Football-Abteilung des SVF wieder auf das Spielfeld. Dennoch gilt: Wer trainieren möchte, braucht mehr als nur Stollenschuhe, Football-Kleidung und Helm. Jeder Trainingsteilnehmer muss einen negativen Test vorweisen, welcher außerdem die nächsten 30 Tage aufbewahrt werden muss. Die Corona-Schnelltests werden von eigens geschultem Personal vor Ort durchgezogen und aus der Abteilungskasse bezahlt. Um coronakonform trainieren zu können, werden weder Kosten noch Mühen gescheut.

Jeder Trainingsteilnehmer braucht einen negativen Test

„Selbstverständlich ist das für uns als Verein ein großer Aufwand. Wir wollen aber, dass unsere Spieler gesund bleiben. Deswegen nehmen wir solche Maßnahmen gerne in Kauf”, sagt der Abteilungsleiter und Offensivtrainer Timo Müller. Die Bedingungen kommen nicht mehr etwa von Bund oder Land; der Inzidenzwert, die Zahl der neu Erkrankten pro 100 000 Einwohnern, hat im Rems-Murr-Kreis die 35 schon an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten. Der American-Football-und-Cheerleading-Verband Baden-Württemberg (AFCV) fährt eine eigene Linie, die auf einem dreiseitigen Hygienekonzept basiert. Neben den negativen Tests fordern die Verantwortlichen, dass nach jeder Trainingseinheit das benutzte Equipment desinfiziert wird. Dazu gehören Helme und Rüstungen der Spieler. Damit nicht genug, der Körperkontakt wird in der Kontaktsportart in den nächsten Wochen noch knapp ausfallen.

„Wir hoffen einfach, dass die Jungs bald wieder unter normalen Umständen trainieren können“, sagt Timo Müller. Dies sollte spätestens dann der Fall sein, wenn jeder Sportler vollständig geimpft ist. Die Bereitschaft dafür sei im Team sehr hoch, sagt der Offensivcoach.

Fellbach Warriors bieten am Freitagabend Probetraining an

Laurenz Wahlenmaier, 19, spielt schon seit seiner Jugend bei den Kriegern von der Esslinger-Straße. Obwohl die anhaltende Corona-Pandemie so gut wie kein Training zugelassen hat, haben er und seine Teamgefährten aus dem Defensivressort Mittel und Wege gefunden, sich fit zu halten. „Für die Kondition konnte ja jeder für sich joggen gehen“, sagt er. Zweimal in der Woche hat er zudem mit seinen Nebenleuten via Zoom gemeinsam an der Physis gearbeitet. Hinzu kommt nun die Möglichkeit, coronakonform im Fitnessstudio des Teams, dem PTA Center in Stuttgart, trainieren zu können.

Daniel Bässler, Offensivkraft der Fellbach Warriors, geht sogar einen Schritt weiter und zieht auch positive Aspekte aus der Krise. „Einige von uns haben die Zeit optimal genutzt, um beispielsweise Verletzungen auskurieren oder an der eigenen Physis zu arbeiten”, sagt er. „Wir sind wieder bereit, alles auf dem Feld zu geben.“

Wenngleich jedes Training mit den Inzidenzwerten steht und fällt, freuen sich alle Beteiligten darüber, wieder Sportplatzluft schnuppern zu können.




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