Ammoniak-Alarm in Degerloch Giftige Dämpfe sorgen für Evakuierung der Eiswelt Stuttgart

Von SIR 

Die Feuerwehr Stuttgart ist am Dienstagnachmittag zu einem Gefahrstoffunfall in die Eiswelt Stuttgart nach Stuttgart-Degerloch gerufen worden. Giftiges Ammoniak war ausgetreten. 50 Kinder mussten eine Halle vorsorglich verlassen.

Die Feuerwehr Stuttgart ist am Dienstagnachmittag zu einem Gefahrstoffunfall in die Eiswelt Stuttgart nach Stuttgart-Degerloch gerufen worden. Giftiges Ammoniak war ausgetreten. 50 Kinder mussten eine Halle vorsorglich verlassen. Foto: FRIEBE|PR/ Sven Friebe 52 Bilder
Die Feuerwehr Stuttgart ist am Dienstagnachmittag zu einem Gefahrstoffunfall in die Eiswelt Stuttgart nach Stuttgart-Degerloch gerufen worden. Giftiges Ammoniak war ausgetreten. 50 Kinder mussten eine Halle vorsorglich verlassen. Foto: FRIEBE|PR/ Sven Friebe

Stuttgart-Degerloch - Die Feuerwehr Stuttgart ist am Dienstagnachmittag zu einem Gefahrstoffunfall in die Eiswelt Stuttgart im Keßlerweg in Stuttgart-Degerloch gerufen worden.

Wie die Feuerwehr berichtet, übermittelte die Brandmeldeanlage der Eishalle gegen 17.11 Uhr eine automatische Brandmeldung an die Integrierte Leitstelle (ILS). Die ILS alarmiert daraufhin einen Löschzug der Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte nahmen in einem Technikraum der Eishalle den für Ammoniak typischen stechenden Geruch wahr. Bereits am Nachmittag hatte sich in einem Technikraum aufgrund einer unsachgemäßen Entsorgung einer Flüssigkeit Ammoniak darin gelöst. Geringe Mengen des gesundheitsschädlichen Ammoniaks dampften nun gasförmig aus.

Ammoniak ist ein stechend riechendes, farbloses und giftiges Gas. Es reizt die Schleimhäute und hemmt die Atmung. In der Halle wird das Gas zum Kühlen des Eises verwendet, die Kühlanlage der Halle ist allerdings voll funktionsfähig. Die vom ausgetretenen Ammoniak betroffene Halle 1 ist seit Mittwochmorgen wieder geöffnet.

50 Kinder mussten die Halle vorsorglich verlassen

Die Einsatzkräfte alarmierten daraufhin einige Sonderfahrzeuge nach. Zunächst musste das Gebäude geräumt werden, rund 50 Kinder mussten die Halle vorsorglich verlassen, es bestand allerdings zu keiner Zeit eine Gesundheitsgefährdung. Verletzt wurde niemand.

Gemeinsam mit der Wartungsfirma und dem Betreiber der Eiswelt lokalisierte die Feuerwehr die Austrittsstelle. Die Einsatzkräfte nahmen das mit Ammoniak verunreinigte Wasser auf, anschließend be- und entlüfteten sie das Gebäude, um die Luft komplett von den Ammoniakdämpfen zu befreien.

Die Stadt Stuttgart wird dafür sorgen, dass eine unsachgemäße Entsorgung von Flüssigkeiten in Zukunft nicht mehr möglich ist.

Derzeit nutzen Vereine die Eiswelt, für die Öffentlichkeit öffnet sie am 7. Oktober.

Bereits im verganenen September musste die Feuerwehr nach einem Ammoniakalerm zur Eiswelt Stuttgart ausrücken.

 

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