Angeblich Kinder in Schorndorf angesprochen Polizei warnt vor Privat-Fahndungen

Die Waiblinger Kripo bewertet die vermeintlichen Vorfälle als harmlos. Foto: Phillip Weingand/StZN
Die Waiblinger Kripo bewertet die vermeintlichen Vorfälle als harmlos. Foto: Phillip Weingand/StZN

Zwei Beobachtungen im Rems-Murr-Kreis haben sich laut Polizei als harmlos herausgestellt. Weil auf Facebook das Foto eines Mannes kursierte, erstattete dieser nun selbst Anzeige.

Rems-Murr: Phillip Weingand (wei)
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Schorndorf - Aus Schorndorf-Weiler (Rems-Murr-Kreis) sind in den vergangenen Tagen zwei Vorfälle gemeldet worden, die sich laut der Polizei inzwischen beide als ungefährlich herausgestellt haben. Am Mittwoch, 4. November, fühlte sich ein acht Jahre altes Mädchen auf dem Schulweg in der Schorndorfer Straße von einem fremden, dunkel gekleideten Mann verfolgt. „Als die Kollegen mit dem Kind gesprochen haben, wurde aber klar, dass es kein Ansprechen gab und man sich eben zufällig begegnet ist“, so ein Sprecher der Polizei. Die Situation werde als harmlos bewertet.

Ein Foto auf Facebook kann selbst zur Straftat werden.

Ein weiterer vermeintlicher Vorfall trug sich am Montag gegen 14 Uhr auf einem Spielplatz in der Königsberger Straße zu – auch hier gibt die Kriminalpolizei Entwarnung. Eine Frau beobachtete, wie ein sieben Jahre alter Junge von einem Mann angesprochen wurde – dies kam ihr verdächtig vor. Ein Foto des Mannes wurde auf Facebook gepostet und mehrfach weiterverbreitet. „Der Mann hat sich inzwischen selbst bei uns gemeldet“, so der Polizeisprecher. Es handele sich um einen Touristen.

Auch diesen Vorfall stuft die Kriminalpolizei als harmlos ein. Wegen des ohne seine Zustimmung verbreiteten Bilds habe der Mann allerdings seinerseits Anzeige erstattet. Da es in der Vergangenheit bereits des Öfteren zu „privaten Fahndungsaufrufen“ in den sozialen Medien kam, weist die Polizei darauf hin, dass das Einstellen von Bildern von Personen ohne deren Einverständnis eine Straftat darstellen kann. Wer etwas Verdächtiges bemerke, solle sich im Zweifelsfall an die nächste Polizeidienststelle wenden.




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