Ein Wirt wird im Juni vergangenen Jahres in Mannheim lebensgefährlich verletzt. Die Staatsanwaltschaft fordert nun eine Freiheitsstrafe von elf Jahren für den Angeklagten.

Mannheim - Mit rund 200 Schlägen und Tritten soll ein Mann seinen Widersacher malträtiert haben - dafür soll er nach dem Willen der Staatsanwaltschaft lange hinter Gitter. Sie plädierte am Dienstag vor dem Landgericht Mannheim für eine Freiheitsstrafe von elf Jahren für den 34-Jährigen wegen versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung.

Der Verteidiger hielt hingegen eine höchstens sechsjährige Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung für angemessen. Außerdem schlug er vor, seinen Mandanten in einer Entziehungsanstalt unterzubringen.

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Der Angeklagte soll Anfang Juni 2021 in einem bereits geschlossenen Mannheimer Café möglicherweise wegen einer Geldforderung in Streit mit dem Wirt geraten sein. Dabei soll er den 43-Jährigen mit einem Tritt gegen den Kopf zu Fall gebracht haben. Anschließend hat er laut Anklage den wehrlos am Boden Liegenden mit bedingtem Tötungsvorsatz weiter misshandelt. Er filmte laut Anklage das Leid seines Opfers.

Der von dem Angeklagten herbeigerufene Bruder verständigte den Notarzt. Der schwer verletzte Mann konnte durch einen intensivmedizinischen Eingriff gerettet werden. Der aus Deutschland geflohene Rumäne war Mitte Juni 2021 in der Schweiz festgenommen worden. Das Urteil soll an diesem Donnerstag gesprochen werden.

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