Angst vor Spinnen? So kann man den Krabbeltieren aus dem Weg gehen

Von jgl 

Viele Menschen leiden unter Arachnophobie, der krankhaften Angst vor Spinnen. Forscher aus den USA wollen nun herausgefunden haben, wie sich ein Aufeinandertreffen mit den Krabbeltieren von vornherein vermeiden lässt.

Auf grünem Untergrund fühlen sich Spinnen besonders wohl. Forscher fanden nun heraus, welche Farben die Insekten jedoch nicht sehen können. Foto: imago images
Auf grünem Untergrund fühlen sich Spinnen besonders wohl. Forscher fanden nun heraus, welche Farben die Insekten jedoch nicht sehen können. Foto: imago images

Stuttgart - Es gibt Menschen, die ekeln sich beim Anblick von Spinnen nicht nur ein bisschen, sondern verfallen regelrecht in Panik und bekommen Angstzustände. Doch woran liegt das? Psychologen behaupten, die Ursache für Arachnophobie, wie die Angst vor Spinnen im Fachjargon heißt, könnte sein, dass die Krabbeltiere sich so unberechenbar bewegen und urplötzlich auftauchen. Gut, dass es Möglichkeiten gibt, der Furcht entgegenzuwirken.

Lesen Sie hier: So gefährlich sind Spinnen im Haus wirklich (Plus)

Eine erfolgreiche Methode ist laut Psychologen die Konfrontationstherapie: Hierbei spricht der Patient zunächst über Spinnen, ehe er sich dem Tier langsam annähert. So lange, bis die oder der Ängstliche sich traut, die Achtbeiner zu berühren. Wem das zu heftig ist, dem dürfte diese Nachricht vielleicht gefallen: Forscher der Universität von Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio wollen nun eine Lösung gefunden haben, wie sich ein Aufeinandertreffen mit Spinnen gleich ganz vermeiden lässt.

Sie experimentierten mit 1200 Wolfsspinnen, um zu ermitteln, welche Farbe die bei vielen so unbeliebten Tiere besonders gern haben und welche sie wiederum gar nicht sehen können. Um das herauszufinden, spielte das Forscherteam den Versuchstieren unter anderem Videos von Spinnen bei der Balz vor und variierte Hintergrundfarbe, Kontrast und Intensität.

Sehen Sie hier die Ergebnisse des Spinnenversuchs im Video:

Das Ergebnis des Tests: Besonders die Farbe Grün war für die Spinnen anziehend, weil die Tiere damit die Farbe von Pflanzen verbinden. Für alle Menschen, die unter Arachnophobie leiden, aber viel interessanter: Blautöne können die Insekten laut der Studie gar nicht sehen. Denn anders als wir Menschen, die in der Regel trichromatisch sehen, erkennen die lichterkennenden Netzhautzellen der Spinnen nur grüne und ultraviolette Farben – sie sehen also dichromatisch.

Wer das Risiko des direkten Kontaktes zu Spinnen also zukünftig minimieren möchte, der sollte beim nächsten Waldspaziergang besser auf das Tragen grüner Kleidung verzichten und stattdessen die blauen Kleidungsstücke aus dem Schrank ziehen.




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