Ansturm auf Corona-Teststation in Stuttgart Kurz vor Weihnachten wollen sich viele auf das Virus testen

Kurz vor Weihnachten: Lange Blechschlangen bilden sich am Corona-Testzentrum in Bad-Cannstatt. Foto: 7aktuell.de/Andreas Werner 4 Bilder
Kurz vor Weihnachten: Lange Blechschlangen bilden sich am Corona-Testzentrum in Bad-Cannstatt. Foto: 7aktuell.de/Andreas Werner

Die Helfer am Corona-Testzentrum am Cannstatter Wasen haben alle Hände voll zu tun. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen wollen sich in Stuttgart viele Menschen auf das Virus testen lassen.

Digital Unit: Jonas Schöll (jo)

Stuttgart - Lange Autoschlangen am Corona-Testzentrum in Bad-Cannstatt: Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen wollen sich in Stuttgart offensichtlich viele Menschen auf das Coronavirus testen lassen. Auf Bildern vom Samstag ist zu sehen, wie sich zahlreiche Autos an der Einfahrt stauen. Augenzeugen zufolge zogen sich die Blechschlangen bis zur Talstraße hin. Die Stadt Stuttgart weist auf ihrer Internetseite darauf hin, dass die Terminvereinbarung in der Corona-Abstrichstelle auf dem Cannstatter Wasen ausschließlich online erfolge.

Die Zufahrt zum Cannstatter Wasen erreichen Autofahrer über die Talstraße. Das Testzentrum befindet sich auf dem Parkplatz P10. Dort gibt es mehrere Abstrichstellen: für Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger.

Zusätzliche Teststationen im ganzen Land

Das Sozialministerium in Baden-Württemberg reagierte bereits auf den Wunsch vieler Menschen, sich vor Weihnachten auf das Virus testen zu lassen. Zusammen mit den Hilfsdiensten im Südwesten kündigte das Ministerium an, an insgesamt 150 Standorten im Land Teststationen einzurichten. Das Angebot am 23. und 24. Dezember richtet sich demnach an alle, die an den Weihnachtstagen etwa Verwandte besuchen möchten, die zu einer Risikogruppe gehören, wie ein Sprecher bereits am Donnerstag sagte. „Wir wollen mit der Aktion erreichen, dass kein Mensch das Weihnachtsfest einsam und alleine verbringen muss“, hatte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) mitgeteilt.

Land stellt rund 80 000 Schnelltests zur Verfügung

Das Land stellt dazu rund 80.000 Schnelltests zur Verfügung. Ehrenamtliche der Hilfsdienste Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Malteser Hilfsdienst, Johanniter-Unfall-Hilfe und Arbeiter-Samariter-Bund bieten die Tests über das ganze Land verteilt an. Allein beim DRK sollen landesweit weit mehr als Tausend Helfer im Einsatz sein. Die Ehrenamtlichen des Roten Kreuzes rechnen mit einer hohen Nachfrage. In großen Städten, wie etwa in Stuttgart, wird deshalb eine Anmeldung zum Test erforderlich sein. In der Landeshauptstadt ist geplant, vorab einen Termin buchen zu können. An den meisten Orten kann man aber ohne Anmeldung vorbeikommen.

Abstandsregeln und Maskenpflicht gelten weiter

Die Teststationen sollen im Freien, in Gebäuden, aber auch als Stationen zum Durchfahren für Autofahrer eingerichtet werden. Die Organisation beim DRK liegt bei den jeweiligen Kreisverbänden. Mit einer zentralen Planung wäre die Umsetzung vor Weihnachten nicht mehr möglich gewesen, sagte der DRK-Sprecher. Die angebotenen Schnelltests sind nicht so zuverlässig wie ein sogenannter PCR-Test. Die Aussagekraft liegt demnach bei 90 bis 95 Prozent. Man erhalte bei einem negativen Ergebnis auch keine Bescheinigung. Deshalb soll man sich auch bei einem negativen Ergebnis weiter an die derzeit geltenden Regeln zum Abstand oder die Maskenpflicht halten.




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