Aufruf wegen Coronavirus Schon mehr als 2200 Studenten haben sich gemeldet

Von Siri Warrlich 

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer hatte Studierende der Medizin und verwandter Fächer aufgerufen, sich im Kampf gegen das Coronavirus zur Verfügung zu stellen. Der Rücklauf beeindruckt die Politikerin.

In den Krankenhäusern gibt es wegen des Coronavirus enorm viel zu tun. Nun sollen Studierende helfen. Foto: Lichtgut/Leif-Hendrik Piechowski
In den Krankenhäusern gibt es wegen des Coronavirus enorm viel zu tun. Nun sollen Studierende helfen. Foto: Lichtgut/Leif-Hendrik Piechowski

Stuttgart - In Baden-Württemberg sind bereits mehr als 2200 Studierende dem Aufruf von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) gefolgt, sich zur Mithilfe in der Coronakrise zur Verfügung zu stellen. Das teilte das baden-württembergische Wissenschaftsministerium auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Die überwiegende Mehrheit sind demnach Studierende der Medizin oder Pflegewissenschaften. Es haben sich laut einer Sprecherin aber auch Studierende anderer Fächer wie etwa Architektur gemeldet.

Es gibt viel zu tun

Die Einsatzgebiete sind sehr vielfältig. Zum Beispiel werden die Studierenden bei Eingangskontrollen oder Laufdiensten in den Krankenhäusern mithelfen, in der Krankenpflege, beim Fiebermessen neu ankommender Patienten oder bei der Kinderbetreuung für Klinik-Personal.

Laut der Sprecherin haben sich in Freiburg bislang rund 470 Studierende gemeldet, in Heidelberg und Mannheim je 400, in Ulm 350, sowie in Tübingen mehr als 600.

Ministerin Bauer beeindruckt

„Ich bin beeindruckt von diesem herausragenden Engagement“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer unserer Zeitung. „Wenn uns diese Krise eines zeigt, dann ist es, dass Zusammenhalt auch in schwierigen Zeiten unser Land auszeichnet und dass die jungen Menschen ihre Verantwortung wahrnehmen. Ich danke allen Studierenden, die sich bereits gemeldet haben, und ganz besonders den Fachschaften und Medizinischen Fakultäten im Land, die intensiv daran arbeiten, Studierende für den Einsatz in den Krankenhäusern zu gewinnen.“