Ausflugsziel im Stuttgarter Westen Das Bärenschlössle muss renoviert werden

Von Armin Friedl 

Damit die Gastronomie im Bärenschlössle den Besuchern und Wanderern des Stuttgarter Naherholungsziels erhalten bleibt, sind einige Baumaßnahmen notwendig. Möglicherweise muss der Betrieb für zwei oder drei Wochen geschlossen werden.

Das Bärenschlössle wird fit gemacht für weitere Besucher. Foto: Lichtgut - Oliver Willikonsky
Das Bärenschlössle wird fit gemacht für weitere Besucher. Foto: Lichtgut - Oliver Willikonsky

S-West - Damit die Gastronomie im Bärenschlössle den Besuchern und Wanderern des Naherholungsziels erhalten bleibt, sind einige Baumaßnahmen zur Erhaltung des Gebäudes notwendig. Wenn es nicht anders möglich ist, muss der Betrieb für zwei oder drei Wochen geschlossen werden.

„Die Zuführung des Trinkwassers ist in die Jahre gekommen, überhaupt die Verteilung des Trinkwassers. Die Geschirr-Rückgabe muss erneuert werden, ebenso der Boiler. Einige Türen sind fällig, die Feuchtigkeit aus der Küche und die Kälte von außen haben ihnen zugesetzt“ – die Liste von Jürgen Unmüßig, was alles erneuert werden muss, ist lang.

Zwei bis drei Wochen Schließzeit sind möglich

Unmüßig: „Kann sein, dass wir für zwei oder drei Wochen schließen müssen, vielleicht Ende Januar bis Mitte Februar. Das wird sich bei diesen Maßnahmen wohl leider nicht verhindern lassen.“ Doch Genaueres will er dann bekanntgeben, wenn der Fahrplan für die Baumaßnahmen genauer feststeht, eventuell wird es da Anfang Januar. „Der Terminkalender ist eng geplant. Und in dieser Zeit ist die Witterung meist doch sehr unbeständig“, so Unmüßig, „obwohl man ja nie weiß: Auch da kann es schöne Tage geben. Wenn man sich allein nach dem Wetter richten könnte, wäre es besser gewesen, die Arbeiten jetzt im November zu machen. Aber Schließen ist immer schlecht für die Kunden. Und auch für uns, denn das bedeutet Umsatzausfall.“ Noch ist er in dieser Thematik in Gesprächen mit dem Land, dem Eigentümer dieser Immobilie.

„Es wird kein großer Umbau, die Gastronomie und die Einrichtung bleiben weitgehend erhalten“, verspricht Unmüßig, „vielleicht werden wir die Beleuchtung erneuern, damit es wieder etwas heller und freundlicher wird.“ Damit hofft Unmüßig auch auf eine Verlängerung seines Pachtvertrags mit dem Land: „Darüber sind wir ebenfalls noch im Gespräch.“

Neue Gebäude oder Anbauten sind nicht vorgesehen, dennoch wird auch äußerlich einiges im neuen Glanz erscheinen. Unmüßig: „Die Fassade bleibt so, aber die Terrassentüren werden neu gestrichen. Jetzt gerade sind die Fensterläden demontiert. Sie werden überholt und neu lackiert. Es geht eben vor allem um die technische Seite. Der Warmwasser-Boiler etwa ist schon 21 Jahre alt. Wenn der mal ausfallen würde, hätte ich ein Problem. Die Frischwasserleitung rostet schon seit fünf Jahren vor sich hin. Darauf habe ich schon mehrfach aufmerksam gemacht, damit nicht unerwartet ein Wasserschaden entsteht.“ Die Folgen wären dann fatal: „Dann müssten die Toiletten geschlossen werden mangels Wasser, ich könnte dann nicht mal einen Grillstand im Freien aufstellen.“

Schon die Mutter leitete die Gastronomie

Das Schlösschen kennt Unmüßig in- und auswendig: Seit 1996 ist er der Pächter dieses Ausflugsziels. Schon das Vorgängergebäude, das 1994 durch einen Brand zerstört wurde, ist ihm bestens vertraut: Seine Mutter übernahm dort 1964 für viele Jahre die Gastronomie, sein Vater war dort lange Revierförster. Doch nicht nur deshalb will er das Bärenschlössle weiter führen: „Da habe ich auch viel selbst investiert, allein in diesem Jahr waren es etwa 50 000 Euro.“ Unmüßig hat damit eine neue Kühlanlage, einen Kühltisch und eine neue Bierleitung finanziert. Diese Kosten will er jetzt natürlich wieder erwirtschaften. Unmüßig hat aber auch noch eine andere Perspektive: „Meine Mitarbeiter sind nun auch schon viele Jahre mit dabei. Sie sind in meiner Altersklasse oder noch etwas älter. Das wäre eine gelungene Sache, wenn sie hier noch ihr Arbeitsleben erfüllen könnten.“




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