An drei aufeinanderfolgenden Tagen lag die Inzidenz im Kreis Böblingen über 500. Ab Dienstag, 18. Januar, gelten deshalb Ausgangssperren für nicht genesene und nicht geimpfte Personen.

Kreis Böblingen - Der Landkreis Böblingen hat mit seinem Inzidenzwert die 500er-Marke an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten. Dies hat Konsequenzen für nicht genesene und nicht geimpfte Menschen: Ab Dienstag, 18. Januar, tritt für diese Personengruppe eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr in Kraft.

Bereits am Donnerstag kratzte der Inzidenzwert des Landkreises Böblingen mit 472,9 an der Marke 500. Am Freitag, 14. Januar, überschritt der Wert dann erstmalig mit 505,4 den festgelegten Grenzwert. Bis Sonntag stieg diese Zahl auf 552,1 an. Dann war klar: Die Ausgangssperre, die die Coronaverordnung des Landes Baden-Württemberg vorschreibt, ist unausweichlich.

Nur in Ausnahmefällen dürfen nicht genesene und nicht geimpfte Personen dann ihre eigenen vier Wände verlassen: Dazu gehören Gremiensitzungen, berufliche Gründe oder auch der Besuch des Partners.

Zuletzt gab es eine solche Ausgangssperre Ende November des letzten Jahres. Damals wies Landrat Roland Bernhard darauf hin, wie wichtig die Impfung und die Reduzierung von Kontakten seien, um die Corona-Welle zu brechen.

Auch in anderen Landkreisen ist die Lage ernst: Sowohl in Calw als auch in Ludwigsburg sind die Inzidenzen am Sonntag, 16. Januar, verdächtig nah an der 500er Marke: Calw mit 488,9 und Ludwigsburg mit 476,2. Der Landkreis Esslingen ist mit 642,8 bereits weit jenseits des Grenzwertes. Diese steigenden Inzidenzen spiegeln sich auch im Landesdurchschnitt wider: Mit einem Wert von 545,8 liegt Baden-Württemberg leicht über dem bayerischen Landesdurchschnitt mit 531,8 (Stand: Sonntag, 16. Januar).

Liegt die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen wieder unter 500, werden die lokalen Ausgangsbeschränkungen wieder aufgehoben, informiert das Landratsamt Böblingen in einer Pressemitteilung.

Lesen Sie mehr zum Thema

Kreis Böblingen Corona