Ausschreitungen in Venezuela Tote bei symbolischem Anti-Maduro-Referendum

In Venezuela sind bei Protesten gegen Präsident Nicolas Maduro erneut Menschen getötet worden. Foto: AFP
In Venezuela sind bei Protesten gegen Präsident Nicolas Maduro erneut Menschen getötet worden. Foto: AFP

Bei Protesten gegen den Präsidenten Venezuelas, Nicolas Maduro, sind erneut Menschen ums Leben gekommen. Die Opposition hatte am Sonntag zu einem symbolischen Referendum aufgerufen, in dem nach der Meinung des Volkes über die geplante Macht-Ausweitung Maduros gefragt wurde.

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Caracas - In Venezuela sind bei Protesten gegen Präsident Nicolas Maduro erneut zwei Menschen getötet worden. Die Opposition hatte am Sonntag zu einem symbolischen Referendum aufgerufen, in dem nach der Meinung des Volkes über die geplante Macht-Ausweitung Maduros gefragt wurde. Dabei schossen Unbekannte in der Hauptstadt Caracas auf eine Gruppe von Teilnehmern. Nach Angaben der Opposition starben zwei Menschen, vier weitere wurden verletzt. Den Regierungsgegnern zufolge wurde die Tat von einer „paramilitärischen Gruppe“ begangen.

Referendum als illegal bezeichnet

Maduro hat das Referendum als illegal und bedeutungslos bezeichnet. Der 54-Jährige wirbt weiter für Unterstützung seines Vorhabens, am 30. Juli für einen neuen Kongress zu stimmen, der die Verfassung ändern und staatliche Institutionen auflösen kann.

Die Opposition verlangt seit Monaten Neuwahlen und Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise. Außerdem fordert sie die Freilassung Hunderter inhaftierter Regierungskritiker. Bei den Protesten sind bislang mindestens 75 Menschen getötet worden.




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