Auszeichnung Wimsheim bleibt Fairtrade-Gemeinde

Von Brunhilde Arnold 

Schon zum zweiten Mal gab es das Fairtrade-Siegel.

Für die Auszeichnung muss eine Kommune auf fair gehandelte Produkte setzen. Foto: Pixabay
Für die Auszeichnung muss eine Kommune auf fair gehandelte Produkte setzen. Foto: Pixabay

Leonberg - Fair gehandelter Kaffee steht sicher in Wimsheim, wie anderswo auch, ganz oben auf der Liste der Produkte mit einem Transfair-Logo, die über die Ladentheke gehen. Wimsheim ist seit 2017 Fairtrade-Gemeinde und erfüllt eine ganze Reihe von Kriterien, die nötig sind, um diese Auszeichnung vom Verein TransFair (Fairtrade Deutschland) verliehen zu bekommen. Jetzt hat sich das Engagement gelohnt: Das Transfair-Siegel wurde verlängert und die Gemeinde darf es weitere zwei Jahre führen – als eine von fünf Gemeinden im Enzkreis.

Nicht nur die Gemeindeverwaltung selbst, sondern auch Vereine, der Einzelhandel, die Gastronomie, Kirchengemeinden sowie die Schule am Ort unterstützen mit dem Kauf von fair gehandelten Produkten die Initiative. Christina Lack und Beate Lämmle-Koziollek hatten vor einigen Jahren die Initiative ergriffen und die Grundlagen dafür geschaffen, dass Wimsheim die Aufnahmekriterien erfüllt. Zusammen mit der damaligen Gemeinderätin Sandra Beck-Lankocz bildeten sie die Steuerungsgruppe. Heute gehört diesem Gremium neben Christina Lack die frühere Gemeinderätin Rita Boller als Vertreterin der Zivilgesellschaft an, während Beate Lämmle-Koziollek inzwischen als Gemeinderätin Vertreterin der Politik ist.

Mehr als 2000 Kommunen

Mit vielerlei Aktionen machen die Aktiven auch in Wimsheim auf die Initiative aufmerksam. So ist die Steuerungsgruppe beim Bauernmarkt mit einem Infostand vertreten. Veranstaltungen zum Thema fair gehandelte Produkte werden organisiert. Auf dem Straßenfest setzen Vereine Fairtrade-Lebensmittel ein. Und schließlich wird zum Auftakt der „Fairen Woche“ jedes Jahr bei der Einschulungsveranstaltung Fairtrade-Kaffee ausgeschenkt und über das Thema informiert. Wimsheim gehört damit zu einem Netzwerk von Städten und Gemeinden, die weltweit auf Nachhaltigkeit und fairen Handel setzen. Heute umfasst das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns über 2000 Kommunen in insgesamt 36 Ländern, davon rund 650 in Deutschland.

„Wir setzen uns weiterhin dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern, um damit auch die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu unterstützen“, so Gemeinderätin Beate Lämmle-Koziollek.