Baden-Württemberg als Streit-Hochburg Aus welchen Gründen sich Nachbarn streiten

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Baden-Württemberg ist eine Streit-Hochburg

Laut einer Untersuchung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag der Gothaer Versicherung aus dem Jahr 2014 hatten 38 Prozent aller Deutschen in den letzten Jahren schon einmal Streit und Auseinandersetzungen mit dem Nachbar. Demnach sind streitsüchtige Nachbarn in der Regel zwischen 40 und 49 Jahre alt, wohnen bevorzugt im Großraum Hamburg (hier haben 50,2 Prozent der Bürger sich mit Nachbarn angelegt) und in Baden-Württemberg (Quote 40,9 Prozent). Schlusslicht unter den 16 Bundesländern sind Bayern (25,3 Prozent) und Berlin (13,9 Prozent). Sie verdienen zwischen 2000 und 2500 Euro, sind selbstständig oder einfache Arbeiter, besitzen einen Haupt- oder Volksschulabschluss.

Warum ausgerechnet die als besonders ordnungsliebend geltenden Schwaben an zweiter Stelle unter Deutschlands Streithanseln stehen, ist ein Kapitel für sich. Die derzeit im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart gastierende Landesausstellung „Die Schwaben: Zwischen Mythos und Marke“ könnte darauf eine Antwort geben.

Zehn Gründe, warum Nachbarn sich an die „Köppe gehen“

Auch die Gründe, warum die Fetzen fliegen, sind aufschlussreich, um sich ein adäquates Bild von der deutschen Volksseele zu machen:

1. Lärmbelästigung: 63,9 Prozent

2. Pflichten wie Treppenputzen, Kehrwoche oder Rasen mähen werden nicht eingehalten: 44,7 Prozent

3. Haustiere stören: 41 Prozent

4. Ärger wegen dem Auto (Ölflecken oder falsch geparkt): 39,2 Prozent

5. Unfreundliches Verhalten (Nachbar grüßt nicht oder sieht einen schief an): 33 Prozent

6. Treppenhaus ist zugestellt: 32,1 Prozent

7. Gemeinschaftsräume sind verdreckt oder zugestellt: 27,5 Prozent

8. Besucher stören: 22,1 Prozent

9. Rauchbeslästung (Zigarettenqualm oder Grill-Geruch): 20,7 PÜrozent

10. Sonstige Gründe: 9,3 Prozent




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