Bäder in Stuttgart Mineralbad Berg wird als nächstes Bad geöffnet

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Der Termin ist noch offen. Jetzt im August sollen die letzten Bauarbeiten am Gebäude erledigt werden. Die Interimslösung für die Außengastronomie steht bereits.

Macht Lust auf Schwimmen: das runderneuerte Mineralbad Berg mit schon gefülltem Becken, Beachvolleyballfeld und Tischtennisplatten. Foto: Jürgen Brand
Macht Lust auf Schwimmen: das runderneuerte Mineralbad Berg mit schon gefülltem Becken, Beachvolleyballfeld und Tischtennisplatten. Foto: Jürgen Brand

Stuttgart-Ost - Die Vorfreude auf den Badegenuss im neuen alten Mineralbad Berg steigt: Das Außenbecken ist mit Wasser gefüllt, die Wiesen sind gemäht, die neuen blauen Tischtennisplatten warten ebenso auf Spieler wie das neue Beachvolleyballfeld. Und die Interims-Außengastronomie sieht auch schon fast fertig aus.

Verlauf der Coronakrise entscheidend

Bis die ersten Badegäste das Bad Berg mit seinem neuen Becken und den neuen anderen Angeboten erkunden können, wird es allerdings noch etwas dauern. „Mitte 2020“ hatte Detlef Szlamma, der Technische Leiter der Bäderbetriebe Stuttgart, immer als Eröffnungstermin angekündigt, genauer hatte er sich nie festlegen lassen. Völlig zu Recht: Der vom Architekten Matthias Burkart angepeilte Termin 1. Mai hatte sich wegen der Corona-Pandemie nicht halten lassen und tatsächlich sind auch jetzt noch Handwerker und Arbeiter dort am Schaffen.

„Die Sanierungsarbeiten im Mineralbad Berg schreiten weiter planmäßig voran, sodass wir hoffen, im Laufe des Monats August alle baulichen Arbeiten abschließen zu können“, teilt Jens Böhm mit. Er ist Sprecher der Bäderbetriebe. „Wann und in welchem Umfang wir das Bad dann eröffnen, hängt natürlich auch vom Verlauf der Corona-Krise ab.“ Böhm macht den Stammgästen, die so lange auf ihr geliebtes Bad verzichten mussten, aber auch Hoffnung: „Unser Stufenplan sieht in jedem Fall vor, das Mineralbad Berg als nächstes Bad zu öffnen. Zum einen aufgrund der – im Vergleich zu den anderen noch geschlossenen Bädern – großen Fläche und zum anderen ist dort das Schwimmen unter freiem Himmel bei frischer Luft möglich.“

Andere Hallenbäder bleiben geschlossen

Das bedeutet allerdings auch gleichzeitig, dass die anderen Stuttgarter Hallenbäder wie etwa das Leo-Vetter-Bad im Stuttgarter Osten, das dank seiner Freiflächen auch im Sommer sehr beliebt ist, bis auf Weiteres geschlossen bleiben. Die aktuellen Corona-Auflagen, die sehr personalintensiv seien, gälten bis 31. August, so Böhm. Wegen der wieder ansteigenden Infektionszahlen gingen die Bäderbetriebe zurzeit nicht von einer weiteren Lockerung aus. „Aus personellen Gründen können wir daher Stand heute erst einmal kein weiteres Bad öffnen.“

Bleiben den Stuttgartern in der anstehenden Hitzewelle also die Freibäder und das Leuze mit ihren jeweiligen Zeitfenstern – und es bleibt die Hoffnung auf eine vielleicht ja dann doch bald anstehende Wiedereröffnung des Mineralbads Berg. Lange genug hat es gedauert. Das Bad Berg ist seit Ende September 2016 geschlossen. Die Modernisierung und Sanierung hätte eigentlich bereits Ende 2018 beendet, das Bad längst wiedereröffnet sein sollen. Dann dauerten die Genehmigungsverfahren länger als geplant, was eine erste Bauverzögerung um sechs Monate bedeutete. Und dann kam am 31. Januar 2018 eine echte Hiobsbotschaft: An der Quelle unter dem Außenbecken trat Mineralwasser an einer Stelle aus, wo das nicht sein durfte. Diese Mittelquelle – eine von insgesamt fünf Mineralquellen im Bad Berg – musste saniert werden, danach auch noch die West- und die Südquelle. Das ist alles längst erledigt, nur die Feinarbeiten im Gebäude laufen noch.

Wenn das Mineralbad Berg dann vielleicht in wenigen Wochen eröffnet, wird es mit den Baustellen am Bad aber noch lange nicht vorbei sein: Die Villa Blankenhorn mit der bisherigen Außengastronomie soll abgerissen werden. Und gleich neben dem Bad ist auch noch ein Gesundheitscampus geplant.




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