Bahnhof in Stuttgart-Zuffenhausen Neue Optik für das Bahnhofsumfeld

Von Bernd Zeyer 

Im Rahmen des Programms „Stadtteilzentren konkret“ soll das Bahnhofsumfeld in Zuffenhausen attraktiver gestaltet werden. Im Bezirksbeirat wurde nun ein konkreter Maßnahmenkatalog vorgestellt, den die Beiräte einstimmig unterstützen.

Auch das Kulturzentrum ist Teil des Foto: Bernd Zeyer
Auch das Kulturzentrum ist Teil des Foto: Bernd Zeyer

Zuffenhausen - Große Zufried enheit herrschte diese Woche im Zuffenhäuser Bezirksbeirat: Nachdem Hermann-Lambert Oediger vom Stadtplanungsamt das städtebauliche Entwicklungskonzept vorgestellt hatte, mit dem das Bahnhofsumfeld attraktiver gestaltet werden soll, gab es viele lobende Worte. Einstimmig gaben die Räte der entsprechenden Beschlussvorlage ihr Plazet.

Von „endlich geht es voran“ über „tolle Perspektiven“ bis hin zu „ich bin begeistert“ reichten die Kommentare der Beiräte im Bürgerhaus Rot. Dass es nach langer Zeit eine positive Perspektive für das Umfeld des Zuffenhäuser Bahnhofs gibt, liegt freilich auch an den Beiräten selbst: Als es vor einigen Jahren darum ging, welche Bereiche in das Programm „Stadtteilzentren konkret“ aufgenommen werden sollen, stand der Bahnhof – zusammen mit der Unterländer Straße – ganz oben auf der Wunschliste. Seitdem war im Beirat immer wieder über das Thema diskutiert worden. Am Dienstag konnte nun Thomas Müller vom Büro Mess ganz konkrete Ideen präsentieren. Mit beteiligt an dem Entwurf sind auch das Verkehrsplanungsbüro Link, ebenso wie zahlreiche Fachämter der Stadt.

Konzept mit vier Ausbaustufen

Grundsätzlich besteht das modular aufgebaute Konzept aus vier Ausbaustufen: Die erste sieht Verbesserungen im Bestand vor, die zweite setzt auf eine Neuordnung bestehender Strukturen, die dritte befasst sich mit einer großflächigen Neugestaltung des Bahnhofs und die vierte geht von einer Tieferlegung der B 10 aus und beschreibt die dafür geeigneten Maßnahmen. In der Beschlussvorlage der Verwaltung geht es zunächst um einige Maßnahmen der ersten Stufe. Für deren Realisierung werden 3,9 Millionen Euro veranschlagt. Mit dem Geld soll unter anderem die Betonmauer am östlichen Bahnhofszugang abgerissen und durch eine breite Freitreppe ersetzt werden. Der komplette Bahnhofsvorplatz soll ebenso wie die Unterführung umgestaltet werden.

Aufgewertet werden sollen auch der westliche Bahnhofszugang sowie die Straßenverbindungen in die umliegenden Stadtquartiere. Ebenso geplant sind einheitliche Stelen, die Passanten und Reisenden den Weg weisen. Thomas Müller präsentierte den Beiräten entsprechende Visualisierungen. Sie zeigen räumlich großzügig gestaltete Eingangsbereiche, gläserne Plattformen und eine neue Platzmöblierung.

Alle Maßnahmen der Ausbaustufe eins sind relativ kurzfristig umsetzbar, Eingriffe in die städtebauliche Grundstruktur sind nicht vorgesehen. Auch die Eigentumsverhältnisse sind geklärt. Müller machte klar, dass es sich keinesfalls um Interimslösungen handle, vielmehr könnten die Projekte der ersten Stufe sukzessive durch Ideen aus weiteren Ausbaustufen ergänzt werden.

Das erste Maßnahmenpaket kostet 3,9 Millionen Euro

Die angedachten Maßnahmen der Stufen zwei bis vier sind sowohl städtebaulich, finanziell als auch von den Eigentumsverhältnissen weitaus komplizierter zu verwirklichen. Angedacht sind unter anderem ein Neubau des Kulturzentrums, eine Umstrukturierung und Neubebauung des Gleisdreiecks sowie diverse Maßnahmen, die erst im Zusammenhang mit einer Tieferlegung der B 10 realisiert werden können. Bis ernsthaft über diese Ideen nachgedacht wird, werden sicherlich noch einige Jahre ins Land ziehen. Zunächst einmal wünschen sich die Beiräte sowie Bezirksvorsteher Gerhard Hanus, dass die erforderlichen 3,9 Millionen Euro für Ausbaustufe eins zur Verfügung gestellt werden. Im Ausschuss für Umwelt und Technik ist die Beschlussvorlage am Dienstag, 29. September, Thema.




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