Basketballcoach verlängert bis 2023 Warum John Patrick bei den MHP Riesen Ludwigsburg bleibt

Will immer das Maximum: Ludwigsburgs Basketballtrainer John Patrick. Foto: Baumann
Will immer das Maximum: Ludwigsburgs Basketballtrainer John Patrick. Foto: Baumann

Er leistet exzellente Arbeit und macht fast jeden Spieler besser, dennoch lässt sich John Patrick nicht vom Basketball-Bundesligisten MHP Riesen Ludwigsburg weglocken. Das hat seine Gründe.

Sport: Jürgen Frey (jüf)

Ludwigsburg - 18 Saisonspiele, 17 Siege, 34:2 Punkte, Spitzenreiter. Wenn da einer sagt „wir haben noch Potenzial nach oben“, dann kann damit zumindest nicht die aktuelle Tabelle gemeint sein. John Patrick, der Chefcoach der MHP Riesen Ludwigsburg, hat diesen Satz im Rahmen seiner Vertragsverlängerung beim Basketball-Bundesligisten bis 2023 von sich gegeben. Und das zeigt, dass der Vater dieser Riesen-Erfolgsstory nie zufrieden ist und immer eines will: Das Maximum. „Wir versuchen immer das Beste aus unseren Möglichkeiten herauszuholen, neue Wege zu gehen. Diese Mentalität macht großen Spaß“, sagte Patrick vor der nächsten Aufgabe in Hamburg (28. Februar).

Familie fühlt sich wohl

Wenn unter solch einem ehrgeizigen Fachmann auch noch fast jeder Spieler besser wird, wäre es ein Wunder, wenn dies keine Begehrlichkeiten bei anderen Clubs wecken würde. Doch der US-Amerikaner stellt klar: „Es war eine leichte Entscheidung zu verlängern, weil wir zwar jedes Jahr ein neues Haus bauen, aber das Fundament sehr solide ist.“ Was der 52-Jährige damit sagen will: Obwohl es vor jeder Saison zum Umbruch kommt, findet er im Umfeld dennoch stets gute und seriöse Voraussetzungen vor, um seine Vorstellungen weiterzuentwickeln. Hinzu kommt der Wohlfühlfaktor für seine Familie: Ehefrau Alexandra sowie die Kinder Jessica (23), Julian (21), Johannes (19), Jacob (17) und Judith (12) sind nach acht Jahren in Hoheneck längst heimisch geworden.

Aus unserem Plus-Angebot: John Patrick über die Gründe für den Riesen-Erfolg

„Wir sind kein Top-Fünf-Team der Liga, was die Rahmenbedingungen betrifft“, sagt der Vorsitzende Alexander Reil, der den Verlust mangels Zuschauer auf 1,3 bis 1,4 Millionen Euro beziffert. Das macht die Arbeit von Patrick noch wertvoller. Krönt er sein Werk am Saisonende womöglich mit der deutschen Meisterschaft? „Darüber dürfen die Fans diskutieren. Für mich ist das viel zu früh, Favoriten bleiben die Teams mit den meisten Superstars, Alba Berlin und der FC Bayern“, sagt Patrick. Zudem sei es einfacher ein einzelnes Spiel gegen solche Topclubs zu gewinnen, als sich von Mai an in einer Play-off-Serie durchzusetzen, ergänzt Reil. Aber wie sagte der Erfolgscoach: „Wir haben noch Potenzial nach oben.“

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