100 Jahre Bauhaus Das Wichtigste übers Bauhaus

Von Nikolai B. Forstbauer 

Das Bauhaus war ein Wagnis: der Versuch, die Zukunft neu zu denken und zu gestalten. Was daraus geworden ist, was davon geblieben ist.

An der Fassade des zukünftigen Bauhaus-Museums, das im April in Weimar eröffnet werden soll, ist in einem Schriftband „bauhaus museum“ zu lesen. Das Bauhaus gab es gerade mal 14 Jahre. Dennoch hat die Kunstschule mit ihren avantgardistischen Konzepten die Moderne weltweit geprägt. Foto: Martin Schutt/ZB/dpa
An der Fassade des zukünftigen Bauhaus-Museums, das im April in Weimar eröffnet werden soll, ist in einem Schriftband „bauhaus museum“ zu lesen. Das Bauhaus gab es gerade mal 14 Jahre. Dennoch hat die Kunstschule mit ihren avantgardistischen Konzepten die Moderne weltweit geprägt. Foto: Martin Schutt/ZB/dpa

Stuttgart - Das Bauhaus widmete sich der Frage nach dem Bauen, aber auch dem Leben in der Zukunft.

Lesen Sie hier aus unserem Plus-Angebot: 100 Jahre Bauhaus: Popstar der Architektur

Hier die sechs wichtigsten Fakten im Überblick:

1 – Der Beginn

Aus einer Fusion der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst und der Kunstgewerbeschule Weimar entsteht 1919 das Staat­liche Bauhaus. Direktor wird der Architekt Walter Gropius.

2 – Die Idee

„Bilden wir eine neue Zunft der Handwerker ohne die klassentrennende Anmaßung, die eine hochmütige Mauer zwischen Handwerkern und Künstlern errichten wollte!“, formuliert Gropius 1919.

3 – Die Lehrer

Das Bauhaus zieht internationale Künstlerinnen und Künstler an. Eines der berühmtesten Fotos der Bauhaus-Lehrer zeigt 1926 Größen wie Josef Albers, László Moholy-Nagy, Walter Gropius, Marcel Breuer, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Lyonel Feininger, Gunta Stölzl und Oskar Schlemmer. Ihr gemeinsames Ziel: die alle Bereiche umfassende Gestaltung neuer Räume.

4 – Die Ortswechsel

1925 beschließt der Meisterrat den Umzug nach Dessau. Dort gründet Gropius die Bauhaus GmbH. 1932 setzt die NSDAP die Schließung des Staatlichen Bauhaus Dessau durch. Mies van der Rohe führt das Bauhaus als private Institution fort – und eröffnet diese in Berlin-Steglitz. Am 11. April 1933 ist die Schule auf Anordnung der Hitler-Regierung versiegelt. Selbstauflösung ist die Konsequenz.

5 – Die Emigranten

Mies van der Rohe, László Moholy-Nagy und andere fliehen aus Hitlerdeutschland in die USA. Bauhaus-Lehrer und -Schüler arbeiten aber auch in Tel Aviv, Ankara, Moskau ­sowie in südamerikanischen Staaten.

6 – Das Bauhaus-Jubiläum

„Experimentell, vielgestaltig, transnational und radikal zeitgemäß“ sollen 100 Jahre Bauhaus gefeiert werden. Den Bauhaus Verbund 2019 bilden das Bauhaus-Archiv in Berlin, die Stiftung Bauhaus Dessau und die Klassik Stiftung Weimar, der Bund, die ­Kulturstiftung des Bundes sowie elf Bundesländer – darunter auch Baden-Württemberg als „Heimat Oskar Schlemmers und des Neuen Bauens“.