Bauprojekt in Korntal-Münchingen Jetzt beginnen die Bauarbeiten in Korntals Ortsmitte

Von Stefanie Köhler 

In Korntal-Münchingen wird fleißig gebaut. Nun ist in der Korntaler Ortsmitte wieder ein Spatenstich erfolgt: In drei Stadtvillen können künftig rund 40 Bewohner leben. Für die Gastronomie interessieren sich gleich mehrere Betreiber.

Ran an die Spaten: Vertreter des Bauunternehmens, der Stadtverwaltung und des Gemeinderats stehen auf der Baustelle in der Korntaler Ortsmitte. Foto: factum/Simon Granville
Ran an die Spaten: Vertreter des Bauunternehmens, der Stadtverwaltung und des Gemeinderats stehen auf der Baustelle in der Korntaler Ortsmitte. Foto: factum/Simon Granville

Korntal-Münchingen - Der nächste Schritt auf dem Weg zu drei Stadtvillen für geschätzt rund 40 Bewohner in Korntals Ortsmitte ist getan: Nach dem Abriss des alten Feuerwehrhauses erfolgte jetzt der Spatenstich. „Solche Tage im Leben von uns Bauschaffenden gehören immer zu den besonderen“, sagte Roland Görgens am Donnerstagnachmittag vor einem – pandemiebedingt – kleinen Kreis von Gästen.

Roland Görgens ist der Geschäftsführer des Bauunternehmens Conductor Bau in Ludwigsburg – und Korntaler Bürger. Deshalb sei es für ihn „eine Herzenssache, einen Ort in der Stadtmitte dauerhaft mitgestalten zu dürfen“. Für seinen Geschmack sind die drei Mehrfamilienhäuser mit 19 Wohnungen „modern und zeitgemäß“, aber dennoch ein „Brückenschlag zwischen dem nicht zu übersehenden Koroneo und der Bestandsbebauung in der Nachbarschaft“. Das fünfgeschossige Koroneo mit 55 Wohnungen und Supermarkt ist das Herzstück der neuen Ortsmitte.

Bis, keine Hundert Meter weiter, die ersten Bewohner voraussichtlich Ende nächsten Jahres einziehen, gibt es auf der Baustelle noch einiges zu tun: Der Erdaushub dauert laut Görgens drei bis vier Wochen. Dann nehmen die Bauarbeiter die Tiefgründungen mit Pfählen vor, damit der Untergrund später die schweren Gebäude sicher tragen kann. Anschließend ist der Rohbau dran. „Wir entschuldigen uns schon heute bei allen Nachbarn, wenn es in dieser Zeit etwas ungemütlich rumpelt“, sagte Roland Görgens.

Ein Italiener? Ein Eiscafé? Oder ein Bäcker?

Er ist davon überzeugt, dass gerade die Gastronomie im Erdgeschoss dazu beitragen werde, den Ortskern zu beleben und weiter aufzuwerten. „Wir sind in Verhandlungen mit diversen Interessenten – vom Italiener über ein Eiscafé bis hin zu einem ortsansässigen Bäcker.“

Auch für den Bürgermeister ist das Bauvorhaben mit dem Namen One von großer Bedeutung. „Mit dem zweiten Bauabschnitt des Gesamtprojekts ‚Stadtmitte Korntal’ wird ein wichtiger Baustein bei der Weiterentwicklung unserer Innenstadt gesetzt“, sagte Joachim Wolf (parteilos). Dieses Projekt bedeute viel Aufwand. „Den ist die Stärkung unserer Innenstadt aber auf jeden Fall wert.“ Die Stadtverwaltung hoffe, dass auch die Arbeiten für diesen Bauabschnitt reibungslos verlaufen – „und wir spätestens 2022 die erfolgreiche Fertigstellung feiern können“.

Einschließlich der Gastronomie entstehen an der Stelle des alten Feuerwehrhauses knapp 1500 Quadratmeter Wohnfläche und eine Tiefgarage mit 23 Stellplätzen – erreichbar über die Tiefgarage des Koroneo. Das spare Flächen und Baukosten und ermögliche mehr Grün, sagte Wolf. Investiert werden gut 9,5 Millionen Euro.

Bürger durften wie niemals zuvor mitreden

Bis auf zwei Wohnungen, so Görgens, seien alle verkauft. „Ein tolles Ergebnis, das vor Baubeginn für das Projekt und diesen einzigartigen zentralen Standort spricht.“ Gleichwohl gab es auch Kritik: von Bürgern, an den Kaufpreisen: Je nach Etage und Größe wurden für eine Wohnung bis zu 833 000 Euro verlangt.

Nach Koroneo und One wird der dritte Bauabschnitt an der Mirander Straße sein. Ein Wohn- und Geschäftshaus ist im Gespräch, konkrete Pläne oder eine Zeitschiene gibt es für das Areal bislang aber nicht. Die Überlegungen und politische Diskussion zum Gesamtprojekt ‚Stadtmitte Korntal’ begannen vor mehr als 35 Jahren. „Die Bürgerschaft wurde wie niemals zuvor in der Stadtentwicklung einbezogen“, sagte der Bürgermeister. Dadurch sei eine hohe Akzeptanz vorhanden.

Wenige Hundert Meter entfernt sind auch Bauarbeiten in Gang: In der Johannes-Daur-Straße wurden die Eisdiele und das dahinterliegende Gebäude abgerissen. Im Winter fällt das Gebäude an der Ecke zur Weilimdorfer Straße. Die Korntaler Bau errichtet auf dem Gelände einen Neubau mit zwölf Wohnungen und Gewerbe.




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