Baustelle in Fellbach Irrungen und Wirrungen rund um die Wohncity

Von Dirk Herrmann 

Die Kreuzung Cannstatter Straße und Gerhart-Hauptmann-Straße in Fellbach ist seit Dienstag komplett gesperrt. Kaum ein Durchkommen gibt’s derzeit in Fellbach, zumindest im inneren Bezirk und speziell auf der Ostseite der Wohncity und des Wüst-Areals.

Gerade kann man von der Thomas-Mann-Straße nicht in die Cannstatter Straße einfahren. Foto: Patricia Sigerist
Gerade kann man von der Thomas-Mann-Straße nicht in die Cannstatter Straße einfahren. Foto: Patricia Sigerist

Fellbach - Dicht, dichter, am dichtesten: Kaum ein Durchkommen gibt’s derzeit in Fellbach, zumindest im inneren Bezirk und speziell auf der Ostseite der Wohncity und des Wüst-Areals. Grund sind die umfangreichen Neugestaltungen des Straßenbereichs im Süden der Cannstatter Straße. Nachdem bereits seit Monaten von der Kreuzung August-Brändle-/Seestraße beziehungsweise vom Berliner Platz aus nur Anlieferern und Anliegern die Zu- und Abfahrt über die Holperpiste erlaubt war, kommt es inzwischen noch dicker.

Denn seit Dienstag ist, nach der kurzen baulichen Sommerpause, der Kreuzungsbereich der Cannstatter Straße mit der Gerhart-Hauptmann- und Thomas-Mann-Straße an der nordöstlichen Ecke der Wohncity (bei der BW Bank) komplett gesperrt. Asphalt wird aufgefräst, Erd­material ausgebaggert: Im Auftrag der Stadtwerke Fellbach erneuern die Bauarbeiter die teils mehr als 100 Jahre alten Wasser- beziehungsweise Gasleitungen.

Die Stadtverwaltung hat die bisherige Einbahnstraßenregelung gen Norden aufgehoben

Erst kürzlich beklagten Einzelhändler gegenüber unserer Redaktion erhebliche Umsatzeinbußen. Verbesserungen sind vorläufig kaum zu erwarten. „Die Arbeiten werden voraussichtlich im November so weit sein, dass die Cannstatter Straße wieder für den Verkehr öffnet“, erläutert Rathaus-Sprecherin Sabine Laartz. Dazuhin müssen die Ladeninhaber damit zurecht- kommen, dass die Anlieferung zu ihren Geschäften oft gar nicht möglich ist – „dann müssen wir die Brezeln per Schubkarre herbringen“, scherzt eine Bäckereifachverkäuferin am Mittwochmittag.

Auswirkungen hat diese aktuelle Vollsperrung aber auch für den Bereich nördlich der Kreuzung bis zum Cannstatter Platz. Die Stadtverwaltung hat die bisherige Einbahnstraßenregelung gen Norden aufgehoben. Allerdings ist dieser Abschnitt nicht direkt von der Kreuzung Mozart-/Bruckstraße aus erreichbar. Vielmehr müssen Autofahrer erst einen deutlichen Schlenker gen Osten machen, um dann durch die Wiesenstraße an der Feuerwehr entlang und weiter auf der leicht links abknickenden Weiterführung der Wiesenstraße zur Cannstatter Straße zu gelangen. Dass man dort nun einfahren darf, ist an dem kreuzweise überklebten Durchfahrt-Verboten-Schild an der Ecke zur Fritzstraße erkennbar. Direkt vorn an der Cannstatter Straße weist ein auf den Kopf gestellter Pfeil darauf hin, dass man auch nach links abbiegen darf. Und damit es bei der Rückkehr aus dieser derzeitigen Sackgasse heraus nicht zu Kollisionen kommt, sind die Parkplätze auf der Westseite der Cannstatter Straße gesperrt – sie dienen als Ausweichmöglichkeiten im Begegnungsverkehr. Letztlich bleibt für alle Betroffenen nur, die Geduldsprobe noch etliche Wochen oder Monate zu ertragen.




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