Bei Tschernobyl Waldbrand treibt Radioaktivitätswerte hoch

Von red/dpa 

Durch einen Waldbrand nahe des 1986 havarierten Kernkraftwerkes Tschernobyl ist die Radioaktivität dort angestiegen. Von dem Feuer sei eine Fläche von rund 100 Hektar in der Sperrzone um Tschernobyl betroffen.

Die Radioaktivitätswerte sind nach dem Brand in der Nähe von Tschernobyl erhöht. (Symbolfoto) Foto: dpa/Jan Woitas
Die Radioaktivitätswerte sind nach dem Brand in der Nähe von Tschernobyl erhöht. (Symbolfoto) Foto: dpa/Jan Woitas

Minsk - Ein Waldbrand in der Nähe des 1986 havarierten Kernkraftwerkes Tschernobyl hat die Radioaktivität in der Gegend steigen lassen. Das Feuer wüte in der Sperrzone um Tschernobyl auf einer Fläche rund 100 Hektar, teilten die ukrainische Umweltbehörde am Sonntag mit. Die Radioaktivitätswerte im Zentrum seien erhöht. Laut Katastrophenschutzministerium waren 130 Feuerwehrleute und zwei Löschflugzeuge im Einsatz.

Bei der Atomkatastrophe in Tschernobyl war im Frühjahr 1986 eine radioaktive Wolke freigesetzt worden, die große Teile Europas kontaminierte. Um die Kraftwerksruine gibt es eine 2600 Quadratkilometer große Sperrzone, die weitgehend unbewohnt ist. Nur etwas 200 Menschen haben sich den Anordnungen der Behörden widersetzt und leben immer noch dort.