Beste Drehbücher des Jahres – Writers Guild Awards Trump-Satire gewinnt

Ein Werbeplakat des Films „Borat Anschluss Moviefilm“  mit Sacha Baron Cohen in New York Foto: AFP/Timothy A. Clary
Ein Werbeplakat des Films „Borat Anschluss Moviefilm“ mit Sacha Baron Cohen in New York Foto: AFP/Timothy A. Clary

Bei den Writers Guild Awards gehen die favorisierten Polit-Dramen leer aus. Stattdessen ernten die Politsatire „Borat Anschluss Moviefilm“, die Netflix-Serien „The Crown“ und „Das Damengambit“ Lorbeeren. Was heißt die Wahl der US-Autorengilde für die Oscars?

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Los Angeles/New York - Ein Thriller voll schwarzem Humor und eine überdrehte Politiksatire auf die Vereinigten Staaten unter Donald Trump haben am Sonntag in den USA Preise für die besten Drehbücher des Jahres gewonnen. Die Drehbuchautorin und Regisseurin Emerald Fennell bekam für ihr Debüt „Promising Young Woman“ den Writers Guild Award (WGA) in der Kategorie bestes Originaldrehbuch. Das neunköpfige Team hinter Story und Drehbuch der Satire „Borat Anschluss Moviefilm“ erhielt die Auszeichnung für das beste adaptierte Drehbuch. Beide Filme sind in den gleichen Sparten auch für einen Oscar nominiert.

Schach und Fußball

Die Autorengilde hat andere Kriterien als die Oscar-Akademie, welche Filme wählbar sind. Deshalb konnten unter anderem die drei Oscar-Favoriten „Nomadland“, „The Father“ und „Minari“ nicht nominiert werden.

Mit dem Preis für das beste Buch eines Dokumentarfilms wurde „The Dissident“ über den Mord am saudischen Journalisten Jamal Khashoggi ausgezeichnet. In den Serienkategorien gewannen „The Crown“ – eine Netflix-Produktion über das britische Königshaus – und die warmherzige Fußballreihe „Ted Lasso“ die Preise als beste Drama- und beste Comedy-Serie. Die Drehbuchautoren von „Ted Lasso“ erhielten auch einen Award für die beste neue Serie, während das Schach-Drama „Das Damengambit“ den Preis für das beste adaptierte Langformat und die Frauenrechts-Serie „Mrs. America“ die Auszeichnung als bestes Original-Langformat bekamen.

Ein Fingerzeig für die Oscars?

Die WGA-Awards haben eine gemischte Bilanz, was ihre Prognosekraft für den wichtigsten Filmpreis der Welt angeht. In den vergangenen Jahren wurden häufig andere Drehbücher als bei den Oscars ausgezeichnet. 2020 gewannen zwar bei beiden Verleihungen mit „Parasite“ und „Jojo Rabbit“ dieselben Filme. 2019 siegten bei den WGA-Awards aber „Eighth Grade“ und „Can You Ever Forgive Me“, während bei den Oscars „BlacKkKlansman“ und „The Green Book – Eine besondere Freundschaft“ abräumten. In diesem Jahr werden die Oscars am 25. April verliehen.




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