Binkowskis Welt Abwesenheitsnotiz

Von  

Heute beschäftigen wir uns mit der Frage, warum gerade so viele Leute krank sind, was das mit dem Weltuntergang zu tun hat, und wie denn für dieses Ereignis eine Abwesenheitsnoititz im Büro aussehen würde.

Ob der Weltuntergang nach dem Maya-Verdikt kommt, ist noch offen. Foto: LKZ
Ob der Weltuntergang nach dem Maya-Verdikt kommt, ist noch offen. Foto: LKZ

Wer ein paar Tage nicht „auf Arbeit“ ist, schaltet meistens den elektronischen Sklaven auf Abwesenheitsnotiz. „Guten Tag, ich bin bis Montag, 22. Oktober nicht im Büro, in dringenden Fällen . . .“ Allerdings sollte man die Meldung immer aktuell halten. „Ich bin bis 22. Februar nicht im Büro“, ploppt es dieser Tage von einem netten Kollegen aus der Redaktion auf, der eigentlich nur ein paar Tage Resturlaub nehmen wollte?

Wow, sehr großzügige Urlaubsplanung. Beinahe ein Sabbatjahr. Aber selbst wer nicht Urlaub hat, kann zurzeit schon mal fehlen. Aus dem Chefbüro hustet und schnieft es seit Tagen. Wenn die Kollegin beim Mittagessen auf die an sich harmlose Nachfrage des Kellners „Na, was darf’s denn sein?“ im „Schwarzen Adler“ am Leonberger Marktplatz mit einem Kopfweh bedingten Stirnrunzeln „was geht Sie das eigentlich an?“ antwortet, steht schon der nächste Krankheitsausfall an. So ist das eben im herben Herbst. Wen es erwischt, muss das Bett hüten. Da der Kopf brummt und das Fieber steigt, sinkt der Intellekt virusbedingt so weit ab, dass man sich mit Doku-Soaps von RTL & Co. über den Tag retten muss. „Verklag mich doch!“, brüllt es da aus dem Fernseher. Der Grund: die Ex hat den Flachbildfernseher mitgenommen. Dann folgen „Verdachtsfälle“, ein Privatdetektiv findet heraus, dass die Tochter in der Shisha-Bar abhängt, anstatt in die Schule zu gehen. Wie soll man da bitteschön gesunden?

Gut, bis zum 22. Februar möchte das keiner ertragen müssen, sonst sinkt der IQ dauerhaft auf Privat-TV-Nachmittagsniveau. Da passt doch die Nachricht, dass eine Klage gegen den Weltuntergang vor dem Oberverwaltungsgericht Münster gescheitert ist? Wir Leonberger, die wir in pietistischer Naherwartung auf die Wiederkunft des Herrn Jesus leben, verstehen dass nicht. Wobei die Frau in Münster Angst hatte, dass das Kernforschungszentrum „Cern“ bei Genf Schwarze Löcher produziert. Passiert aber nicht, daher Klage abgelehnt. Glück gehabt? Jetzt müssen wir noch den 21. Dezember 2012 überstehen. Falls die Maya dann recht behalten, lautet die Abwesenheitsnotiz: „Ich bin ab 22. Dezember nie mehr im Büro. In dringenden Fällen hilft leider niemand mehr. Schöne Apokalypse noch!“