Bis zu 200 Stellen müssen weg Die FAZ setzt den Rotstift an

Von SIR/dpa 

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt rote Zahlen - nun wird drastisch gespart. Auch die Redaktionen sind betroffen. Am Dienstag informierte die Geschäftsführung die Mitarbeiter.

Die FAZ setzt den Rotstift an: Im Verlag sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren 160 Stellen abgebaut werden, in der Redaktion werden voraussichtlich bis zu 40 weitere Stellen wegfallen. Foto: dpa
Die FAZ setzt den Rotstift an: Im Verlag sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren 160 Stellen abgebaut werden, in der Redaktion werden voraussichtlich bis zu 40 weitere Stellen wegfallen. Foto: dpa

Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt rote Zahlen - nun wird drastisch gespart. Auch die Redaktionen sind betroffen. Am Dienstag informierte die Geschäftsführung die Mitarbeiter.

Frankfurt/Main - Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) setzt den Rotstift an: Im Verlag sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren 160 Stellen abgebaut werden, in der Redaktion werden voraussichtlich bis zu 40 weitere Stellen wegfallen, wie die FAZ am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Damit will das Unternehmen bis 2017 jährlich mehr als 20 Millionen Euro einsparen.

Die FAZ GmbH beschäftigt nach eigenen Angaben aktuell 900 Mitarbeiter, darunter fast 400 fest angestellte Redakteure bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ und dem Online-Portal faz.net.

Schon im Mai hatte der Verlag einen Millionenverlust eingeräumt: Im operativen Geschäft fuhr er nach eigenen Angaben 2013 ein Minus im „mittleren einstelligen Millionenbereich“ ein. Das Haus sei aber in einer „sehr stabilen wirtschaftlichen Situation“ und verfüge über ausreichende Rücklagen. Ein Sprecher kündigte damals an, dass Struktur und Aufstellung des Verlags überprüft werden.

Betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen

Diese Analyse sei nun abgeschlossen, teilte das Unternehmen jetzt mit. Die Geschäftsführung informierte die Beschäftigten in einer Mitarbeiterversammlung über die geplanten Schritte. „Wir müssen unsere Strukturkosten der veränderten Erlössituation anpassen“, sagte Thomas Lindner, Vorsitzender der FAZ-Geschäftsführung. Es gehe darum, die FAZ „in eine nachhaltig stabile Wirtschaftlichkeit“ zu führen. „Wir brauchen Bewegungsspielraum zur Entwicklung neuer Produkte und Angebote und damit auch für die Zukunftsstrategie unseres Hauses.“

Der geplante Stellenabbau im Verlagsbereich soll überwiegend mit natürlicher Fluktuation, Altersteilzeit und Outsourcing gelingen. Betriebsbedingte Kündigungen könnten aber nicht ausgeschlossen werden, erklärte das Unternehmen. In der Redaktion soll der komplette Stellenabbau „sozialverträglich“ erfolgen.




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