Börse in Frankfurt Autowerte drücken Dax wieder unter 11.300 Punkte

Von dpa 

Schwache Autoaktien haben den Dax nach anfänglichen moderaten Gewinnen wieder unter die Marke von 11 300 Punkten gedrückt.

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen Foto: dpa
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main - Schwache Autoaktien haben den Dax nach anfänglichen moderaten Gewinnen wieder unter die Marke von 11 300 Punkten gedrückt.

Angesichts drohender Strafzölle aus den USA ließen die Anleger lieber ihre Finger von Autowerten. Wegen eines Feiertags in den USA waren die Umsätze aber recht gering. Am Nachmittag gab der deutsche Leitindex um 0,17 Prozent auf 11.280,60 Punkte nach.

Der MDax, der Index der mittelgroßen Unternehmen, gewann am Montagnachmittag 0,38 Prozent auf 24.416,86 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kam mit plus 0,02 Prozent nicht vom Fleck.

Die Papiere der Autohersteller BMW, Daimler und VW büßten zwischen 0,3 und 1,3 Prozent ein, die des Zulieferers Continental verloren 0,4 Prozent. Im MDax sackten Schaeffler um 1,6 Prozent ab.

Falls die USA zur Ansicht gelangen, dass der Import von Autos und Zulieferteilen die nationale Sicherheit beeinträchtigt, könnte US-Präsident Donald Trump binnen 90 Tagen über die Erhebung von Sonderzöllen befinden.

Die Schlusslichter im Dax waren die Anteile der Deutschen Post mit minus 2,8 Prozent und die von Thyssenkrupp mit minus 1,7 Prozent. Die Aktien des Zahlungsabwicklers Wirecard gewannen als Favorit knapp 13 Prozent.

Sie profitierten von einem Beschluss der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Die BaFin untersagte neue Spekulation auf fallende Aktienkurse. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft aufgrund einer Strafanzeige eines Anlegers gegen einen Journalisten der Wirtschaftszeitung.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,00 Prozent am Freitag auf minus 0,01 Prozent. Der Rentenindex Rex verharrte auf 142,45 Punkten. Der Bund-Future verlor 0,11 Prozent auf 166,32 Zähler.

Der Kurs des Euro stieg bis zum frühen Nachmittag auf 1,1329 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1260 Dollar festgesetzt.