CovPass- und Corona-Warn-App Booster nach Johnson & Johnson nicht sofort gültig

Warum ist das Zertifikat nicht sofort gültig? Foto: BFotografie / shutterstock.com
Warum ist das Zertifikat nicht sofort gültig? Foto: BFotografie / shutterstock.com

Wer nach der Impfung mit Janssen von Johnson & Johnson geboostert wird, muss 14 Tage warten, bis die Boosterimpfung in den Apps als gültig angezeigt wird. Warum ist das so?

Digital Unit: Lukas Böhl (lbö)
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Nach dem Debakel mit den Genesenzertifikaten Mitte des Jahres stoßen die beiden Apps für den digitalen Impfnachweis nun erneut an eine technische Grenze. Denn im Rahmen der Boosterimpfungen hat sich herausgestellt, dass nach der Impfung mit Janssen von Johnson & Johnson das Impfzertifikat für die Boosterimpfung zunächst als ungültig angezeigt wird.

Weil für die Grundimmunisierung mit Janssen nur eine Impfung nötig ist, erkennt die App die Boosterimpfung nicht als solche. Stattdessen wird sie als Zweitimpfung der Grundimmunisierung behandelt. Aus diesem Grund ist die Boosterimpfung in der App auch erst nach 14 Tagen gültig. Eigentlich gilt die Auffrischungsimpfung aber unmittelbar und ohne Frist, wie wir bereits an anderer Stelle berichtet haben.

Was können Betroffene tun?

Auf Anfrage unserer Zeitung teilte eine Service-Mitarbeiterin der CovPass-Hotline mit, dass Betroffene weiterhin den QR-Code der Erstimpfung bei einer Kontrolle vorzeigen können. Allerdings gilt in Baden-Württemberg in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens nun die 2G-Plus-Regel. Das heißt, auch Geimpfte brauchen einen Test, wenn ihre Grundimmunisierung länger als 6 Monate zurückliegt oder sie noch nicht geboostert sind. Wer also vor mehr als 6 Monaten mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft worden ist und sich derzeit in der 14-tägigen Wartezeit befindet, braucht bei 2G-Plus leider einen Test.

Denn scannt man den QR-Code der Boosterimpfung mit den Kontroll-Apps, die mittlerweile Pflicht sind, wird das Zertifikat als unvollständig angezeigt. Will ein Restaurantbetreiber also kein Bußgeld riskieren, wird er in der Übergangszeit den Einlass wahrscheinlich verweigern. Und da der gelbe Impfpass mittlerweile nicht mehr als Nachweis für die Corona-Impfung in Baden-Württemberg akzeptiert wird, bleibt den Betroffenen keine andere Möglichkeit.

Wird es eine Lösung dafür geben?

Da es sich bei diesem Umstand offensichtlich um einen technischen Fehler handelt, muss in absehbarer Zeit eine Lösung nachgereicht werden. Eine Servicemitarbeiterin der CovPass-App bestätigte uns am Telefon, dass die Entwickler bereits an einer Lösung arbeiten, sodass die App zwischen Zweitimpfung und Auffrischungsimpfung unterscheiden kann.

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