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BRTHR aus Stuttgart Melancholischer Folk-Pop

Musik ist seine Leidenschaft und sein Beruf. Foto: BRTHR 2 Bilder
Musik ist seine Leidenschaft und sein Beruf. Foto: BRTHR

Mit zwölf nahm er zum ersten Mal eine Gitarre in die Hand, seitdem hat ihn das Instrument und die Musik nie wieder los gelassen. Am Donnerstag stellt BRTHR aus Stuttgart seine erste EP im 1. Stock vor.

Stuttgart - Angefangen hat alles mit dem jugendlichen Traum eine Band zu gründen. Im Freundeskreis wurden die Aufgaben verteilt, die Instrumente eingeteilt. Philipp Eissler war 12 Jahre alt und von da an Gitarrist. Eine folgenschwere Entscheidung, denn bis heute hat ihn das Instrument und die Musik nicht mehr losgelassen. Heute studiert er E-Gitarre und Popmusik an der Musikhochschule in Stuttgart. Ein anderer Weg wäre für ihn kaum vorstellbar. „Ich hab gemerkt, dass die Musik meine einzige richtige Leidenschaft ist“, sagt der 23-jährige Stuttgarter.

Die Leidenschaft ist wohl auch daran Schuld – unter anderem – dass es mit ihm und seiner Musik ganz gut klappt. Das war schon während der Schulzeit so, zusammen mit seiner Band, und auch jetzt noch bei seinem Start als Solokünstler unter dem Namen BRTHR, was ausgesprochen Brother heißt.

Der Stil allerdings ist heute ein ganz anderer. Seine Band war eine klassische Rock-Band mit experimentellen Elementen, heute macht er akustische Singer-/Songwriter-Musik, die er am ehesten als Folk-Pop bezeichnet. Das liegt sicherlich auch daran, dass sich die Einflüsse geändert haben. Waren es früher Bands wie The Mars Volta, die ihn geprägt haben, so spielen heute eher Bon Iver oder The Tallest Man on Earth eine Rolle. Philipp Eisslers Musik ist ruhig und aufs Wesentliche reduziert. „Beim Songschreiben ist mir wichtig, dass ich mich nicht verkünstel, keine ausufernden Melodien schreibe sondern, dass der Song im Vordergrund steht und alles eine Einheit bildet“, sagt Eissler. Bei den Texten achte er darauf, dass sie gut verständlich sind ohne plump zu wirken. Die Texte handeln von Verlust und Liebe in allen Facetten. Die Melancholie zieht sich durch all seine Lieder. Weshalb, das kann er selbst gar nicht so genau erklären. „Das  hat sich so eingeschlichen“, sagt er. Er habe auch schon versucht fröhliche Lieder zu schreiben – doch mit nur mäßigem Erfolg. Egal, die Lieder sind schön, so wie sie sind.

Richtig los ging es als Solokünstler im Jahr 2012, mehr als fünfzig Konzerte hat er seither gespielt, unter anderem im Vorprogramm von bekannten britischen Bands wie Young Rebel Set. Nicht schlecht also für den Anfang.

Und jetzt erscheint endlich die erste EP als BRTHR, nachdem er schon eine unter seinem bürgerlichen Namen veröffentlicht hat. Einen Eindruck kann man sich am Donnerstagabend, 16.1., machen. Da stellt Philipp Eissler im 1. Stock seine EP vor. Special Guest sind die Tremolettes und als Support gibt es Musik von Dominik Gerwald von Yasmine Tourist. Vorbeischauen lohnt sich bestimmt! Los geht es um 20 Uhr, der Eintritt kostet 7 Euro.  




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