Bürgerbeteiligung Kaltentaler wünschen sich einen Ort der Begegnung

Es gibt mehrere Räume in dem Gebäude an der Böblinger Straße 471, für die die Öffentlichkeit Nutzungsvorschläge bringen durfte. Foto: Jacqueline Fritsch/h
Es gibt mehrere Räume in dem Gebäude an der Böblinger Straße 471, für die die Öffentlichkeit Nutzungsvorschläge bringen durfte. Foto: Jacqueline Fritsch/h

Bürger haben Ideen gesammelt, wie das ehemalige Gebäude der BW-Bank in Stuttgart-Kaltental künftig genutzt werden könnte.

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Kaltental - Der Kaltentaler Kiosk wird die Straßenseite wechseln und in das ehemalige Gebäude der BW-Bank ziehen. Die Stadt hat das Gebäude gekauft und möchte dort die Kiosknutzung mit etwas Bürgerschaftlichem verbinden. „Das Projekt hat den Charme, etwas Besonderes und Neues zu werden“, sagt Martin Holch vom Amt für Stadtplanung und Wohnen. Was genau in der ehemaligen Bank künftig neben dem Kiosk angeboten wird, dürfen die Kaltentaler selbst mitbestimmen.

Es gibt mehrere Räume in dem Gebäude an der Böblinger Straße 471, für die die Öffentlichkeit Nutzungsvorschläge bringen durfte. Die große Fläche, auf der einst der Bankservice angeboten wurde und ein Besprechungsraum sollen künftig dem Kiosk gehören. Zwei andere Besprechungsräume, die insgesamt 21,5 Quadratmeter groß sind, sind anderweitig bespielbar. Außerdem gibt es Kellerräume und im Obergeschoss eine Teeküche. Zudem besteht die Frage, ob und wie man die Freifläche am sogenannten Dreiecksplätzle nutzen könnte.

Digitales Treffen mit der Stadt

Etwa 30 Bürger haben ihre Ideen für die Neugestaltung der BW in ein digitales Treffen mit der Stadt und der Integrierten Stadtentwicklung Steg mitgebracht. Viele wünschen sich, dass die Räume zu einem Treffpunkt für Kaltentaler werden – zum Beispiel könnte ein Begegnungscafé eingerichtet werden, ein Mehrgenerationentreff oder ein Handarbeitstreff. Auch Beratungen stehen bei den Teilnehmern ganz oben auf dem Wunschzettel, egal ob in Sachen IT, Finanzen oder Familie. Im Laufe der Diskussion kommt die Idee auf, dass der inhaltliche Schwerpunkt dieser Angebote auch wöchentlich wechseln könnte, je nachdem, was im Stadtteil gerade nachgefragt wird.

Für den Keller kommt die Idee auf, ihn als Proberaum für Musiker anzubieten. Das große Schaufenster zur Stadtbahnhaltestelle hin könnte als Ausstellungsfläche für Künstler genutzt werden oder als Schwarzes Brett. Den Außenbereich würde ein Teilnehmer gerne mit einem Foodtruck oder Eiswagen beleben, der regelmäßig dort Halt macht und den Stadtteil zusammenbringt.

Ein paar Vorschläge werden direkt in der Diskussion wieder ad acta gelegt. So hätten ein paar Kaltentaler gerne ein eigenes Stadtteilbüro und eine Stadtteilbücherei. Da Kaltental aber zum Stadtbezirk Stuttgart-Süd gehört und es dort all das gibt, seien solche Einrichtungen extra für den Ort nicht vorgesehen, erklärt der stellvertretende Bezirksvorsteher Wolfgang Jaworek.

Kiosk könnte mehr Platz gebrauchen

Der Sohn der Kioskbetreiberin nimmt ebenfalls an der digitalen Diskussion teil und merkt an, dass der Kiosk selbst ebenfalls mehr Platz gebrauchen könnte. „Es ist ein Segen, dass das Geschäft so gut läuft, dass wir mehr Platz brauchen“, sagt Raman Sharma. Mit den Paketen, die in der integrierten Poststelle abgegeben werden, sei schnell viel Platz verbraucht, meint er. Die Stadt Stuttgart entgegnet, dass der Platz für den Kiosk in der ehemaligen BW-Bank feststehe und nicht erweitert werde. „Es ist etwas mehr Fläche als jetzt und dann kommen noch die Kellerräume dazu“, sagt Roland Bornemann vom Amt für Stadtplanung.

Die Integrierte Stadtentwicklung Steg wird die Ideen der Kaltentaler nun konkretisieren und deren Umsetzbarkeit prüfen. Danach wird der Stand der Dinge wieder an die Öffentlichkeit zurückgegeben. Bevor sich in der ehemaligen Bank überhaupt etwas tun kann, muss noch eine Baunutzungsänderung beantragt werden.




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