Bundesstaat Tennessee Fünf Tote bei Angriff auf US-Militär

Von AFP/AP/StZ 

Bei Attacken auf Militäreinrichtungen im US-Bundesstaat Tennessee sind am Donnerstag vier Armeeangehörige und der mutmaßliche Schütze getötet worden. Der Vorfall wird als „Akt von inländischem Terrorismus“ untersucht.

Ein Schütze griff am Donnerstag zwei US-Militäreinrichtungen im US-Bundesstaat Tennessee an. Foto: AP
Ein Schütze griff am Donnerstag zwei US-Militäreinrichtungen im US-Bundesstaat Tennessee an. Foto: AP

Chattanooga  - Bei einem Angriff auf Militärangehörige im US-Bundesstaat Tennessee sind am Donnerstag vier Marineinfanteristen und der mutmaßliche Schütze getötet worden. Der Täter hatte vor einem Rekrutierungsbüro und vor einem Reservistenzentrum in der Stadt Chattanooga um sich geschossen, wie die US-Behörden mitteilten. Ein Anwerber der Marineinfanteristen und ein Polizist seien zudem verletzt worden.

Die Ermittler untersuchten den Vorfall als möglichen „Akt von inländischem Terrorismus“, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft mit.  An den Ermittlungen seien die Bundespolizei FBI und das Heimatschutzministerium beteiligt. Der leitende FBI-Agent Ed Reinhold sagte, dass auch eine Verbindung zu internationalen Terroristen sowie „ein einfacher krimineller Akt“ nicht ausgeschlossen seien.  Aus Militärkreisen in Washington hieß es allerdings, derzeit gebe es keine Hinweise auf eine Verbindung des Schützen zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) und anderen Extremistengruppen.

Das FBI identifizierte den Schützen als den 24-jährigen Mohammod Youssuf A. Der Mann sei von einem Polizisten erschossen worden, hieß es. Laut dem FBI hatte er zunächst vor einem Rekrutierungsbüro des Militärs das Feuer eröffnet. Danach habe er sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert und sei zum Reservistenzentrum gefahren. 

Eine Augenzeugin sagte zu CNN, dass ein Mann vor dem Rekrutierungsbüro aus seinem offenen Cabrio heraus wild um sich geschossen habe. Der Mann habe „20, 30 Sekunden“ lang geschossen und mehrfach nachgeladen.  Laut dem FBI führte der Schütze „zahlreiche Waffen“ mit sich. 

US-Präsident Barack Obama wurde im Weißen Haus über den Zwischenfall in Tennessee unterrichtet.