Café Kraft in Stuttgart Ansturm auf neue Kletterwände

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Am Wochenende ist im Gewerbegebiet in Möhringen eine neue Boulderhalle eröffnet worden. Mit einer Kletterfläche von 1600 Quadratmetern ist das neue Café Kraft die größte Halle ihrer Art in der Region. Das Interesse in der Kletterszene ist offenbar riesig.

Die Kletterer schätzen die Größe der Halle und der Kletterwände. Foto: factum/Granville 11 Bilder
Die Kletterer schätzen die Größe der Halle und der Kletterwände. Foto: factum/Granville

Stuttgart - Bier und Würstchen sind die eigentlichen Exportschlager aus Franken. Deswegen ist es auch kaum verwunderlich, dass es am Eröffnungswochenende der neuen Boulderhalle Café Kraft im Gewerbegebiet in Möhringen beides in rauen Mengen gibt. Denn genau wie das Bier aus einer Klosterbrauerei in der Nähe von Nürnberg und die Würstchen eines Metzgers in einem kleinen fränkischen Dorf liegt auch der Ursprung des Café Kraft im Fränkischen: Es ist eine Kletterhalle, in der gebouldert wird. Beim Bouldern wird ohne Seil auf einer Höhe von bis zu 4.50 Meter an Wänden geklettert. Dank zahlreicher Matten auf dem Boden sollen die Kletterer weich fallen.

Weil es etwas Vergleichbares in der Größe nach Ansicht der drei Kletterfreunde Marcel Rube, Maximilian Mergel und Dominic Siegesmund in Stuttgart bisher nicht gibt, haben sie beschlossen, selbst ein passendes Gebäude zu suchen und ein Konzept zu entwickeln, dass die Macher aus Nürnberg überzeugt, den guten Namen und Unterstützung beizusteuern. Vor einem halben Jahr begann der Umbau in einem ehemaligen Hochlager im Möhringer Gewerbegebiet. Am Wochenende wurde die Einweihung gefeiert.

Rund 300 Gäste kommen in den ersten beiden Stunden

Nach nur zwei Stunden zeigt sich, dass in der Stuttgarter Kletterszene offenbar Bedarf nach einer neuen Halle besteht. Als Marcel Rube in der Kasse nachschaut, haben bereits rund 300 Gäste Eintritt bezahlt und hingen in den Kletterwänden.

Mitinhaber Marcel Rube erfüllt das mit Stolz: „Das ist der Wahnsinn, ich bin völlig überrascht.“ Auf den drei Etagen ist das Gewusel groß, überall wird geklettert, und überall fallen die Sportler herunter. Der Durchschnittskletterer ist um die 30 Jahre alt, man sieht aber auch viele Ältere und Jüngere. Stolz ist Rube auf den Kinderbereich: Hier sollen bald auch Kindergeburtstage gefeiert werden.

Quirin Haslinger ist mit einer größeren Kletterergruppe extra aus Nürnberg mit einem Reisebus angereist, um die neue Stuttgarter Halle als einer der ersten auszuprobieren. „Alle Griffe sind wunderschön geschraubt, ich bin überwältigt von den Möglichkeiten hier“, kommt der 20-jährige nach seiner ersten Klettertour ins Schwärmen. Er will auf jeden Fall zum Bouldern wiederkommen.

Größte und günstigste Halle in der Region

Marcel Rube ist sich sicher, dass sein Kletterkonzept in Stuttgart dauerhaft funktionieren wird. Nicht nur, dass das Café Kraft mit einer Kletterfläche von 1600 Quadratmetern die größte Boulderhalle weit und breit ist – mit neun Euro Eintritt soll sie auch noch die günstigste sein.

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