Cannstatter Volksfest Adrenalin, Trubel und Geselligkeit

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Das 171. Cannstatter Volksfest eröffnet am Freitag, 23. September, mit dem Fassanstich durch OB Fritz Kuhn. Die Maß ist ein wenig teurer, für Mutige gibt es ein neues Fahrgeschäft, erstmals gibt es einen Ökumenischen Morgengruß.

Circa vier Millionen Besucher werden auf dem Volksfest erwartet. Foto: Lichtgut/Volker Hoschek
Circa vier Millionen Besucher werden auf dem Volksfest erwartet. Foto: Lichtgut/Volker Hoschek

Bad Cannstatt - Jubelnde Menschen auf der Achterbahn und im Riesenrad, volle Bierzelte mit guter Stimmung, den Bauch mit Zuckerwatte, Göckele und Schokofrüchten vollschlagen: Am Freitag, 23. September, eröffnet Oberbürgermeister Fritz Kuhn um 15 Uhr mit dem Fassanstich im Festzelt „Grandls Hofbräuzelt“ das Cannstatter Volksfest. Die 171. Auflage des Festes auf dem Cannstatter Wasen dauert bis zum 9. Oktober.

Neu dabei bei den Fahrgeschäften ist das „Infinity“. Das englische Wort bedeutet auf Deutsch Unendlichkeit. In diese katapultiert das Gefährt die Besucher ganz schön weit in die Höhe. Das Looping-Karussell ist mit 65 Metern das höchste transportable Loopinggeschäft weltweit. Die Wagemutigen werden in die Höhe geschaukelt bis sie letztlich auf dem Kopf stehen.

Für Adrenalinjunkies ist freilich wieder der „Hangover“-Turm ein beliebtes Ziel: Dieser bietet einen Fall aus 85 Metern Höhe. Kettenkarussell, Riesenrad, Autoscooter und Geisterbahn sind für die Traditionalisten immer wieder ein Magnet, für die kleinen Besucher gibt es zahlreiche Kinderfahrgeschäfte.

Der Gerstensaft ist im Schnitt 30 Cent teurer

Die Maß Bier wird zwischen 9,90 Euro und 10,20 Euro kosten. Das sind zwar im Schnitt 30 Cent mehr als im vergangenen Jahr. Aber es ist immer noch günstiger zu haben als auf dem Münchner Oktoberfest. Auf der Wiesn kostet der Liter Gerstensaft zwischen 10,40 Euro und 10,70 Euro.

Am Wochenende vor Beginn des Volksfestes hat die Trachtengruppe des Kübelesmarkts das Cannstatter Volksfest beim Trachten- und Schützenumzug in München präsentiert. Dieser zog mit 9000 Teilnehmern auf einer Strecke von acht Kilometern durch München. Die Cannstatter hatten einen Festwagen und eine Nachbildung der historischen Fruchtsäule von 1841 dabei und zogen viel Aufmerksamkeit auf sich. Nach dem Probelauf in der bayerischen Hauptstadt – bei sehr schlechtem Wetter – wird der Festwagen am Sonntag, 25. September, den Volksfestumzug in Bad Cannstatt anführen – bei angekündigten sonnigen 25 Grad. Dieser beginnt um 11 Uhr auf dem Daimlerplatz. Von dort aus ziehen die Brauereigespanne, Trachtengruppen und Musikkapellen zum Wasen.

Erinnerung an den Erntedank-Charakter

Eine Neuerung ist der Ökumenische Morgengruß, der am Samstag, 24. September, veranstaltet wird. Dekan Eckart Schultz-Berg erinnert gemeinsam mit einem Vertreter der katholischen Kirche an den Erntedank-Charakter des Cannstatter Volksfestes. Beginn ist um 10.30 Uhr an der Fruchtsäule.

Die Polizei wird in diesem Jahr verstärkt vor Ort sein, kontrollieren sowie Jugendliche zum Thema Alkohol ansprechen. Wie man sich vor Taschendieben schützen kann, erklären Beamten des Referats Prävention außerdem am 28. September von 13 Uhr bis 15.30 Uhr und am 30. September von 14 Uhr bis 16 Uhr sowie am 5. Oktober von 13 Uhr bis 15.30 Uhr an den Zugängen zum Festgelände. Auch Beamten der Bundespolizei beteiligen sich an den Informationsgesprächen. Bei schlechten Witterungsverhältnissen entfallen diese Präventionsveranstaltungen eventuell.

Die Veranstalter empfehlen die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da nur wenige Parkplätze zur Verfügung stehen. Wer dennoch mit dem Auto kommen möchte, kann den Service Heimweghilfe in Anspruch nehmen. Man wird im eigenen Auto heimgefahren und zahlt das Taxi für den Rückweg des Fahrers zum Wasen. Täglich von 20 Uhr an ist dieser Service unter Telefon 95 54 33 33 erreichbar.

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