Champions League Darum hörte man Fans bei Geisterspiel in Valencia

Von Maximilian Barz 

Am Dienstagabend fand das Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale zwischen dem FC Valencia und Atalanta Bergamo vor leeren Rängen statt. Völlig ohne Fangesänge erlebten TV-Zuschauer das Spiel trotzdem nicht.

Fans des FC Valencia versammelten sich vor dem Stadion. Foto: imago images/Cordon Press/Miguelez Sports/Xisco Navarro
Fans des FC Valencia versammelten sich vor dem Stadion. Foto: imago images/Cordon Press/Miguelez Sports/Xisco Navarro

Valencia - Nach der heftigen 1:4-Niederlage in Bergamo im Hinspiel sprach so gut wie alles gegen einen Einzug des FC Valencia ins Champions-League-Viertelfinale. Um das Wunder doch noch zu schaffen, wäre die Unterstützung der Heimfans wohl ziemlich hilfreich gewesen. Umso bitterer, wenn man dann im eigenen legendären Mestalla-Stadion ein Geisterspiel austragen muss.

Da die Ausbreitung des Coronavirus in Europa eingedämmt werden soll, finden viele Champions-League-Duelle diese Woche vor leeren Tribünen statt. Ein Großteil der Fans weicht deshalb auf Bewegtbild vor dem Fernseher aus und verfolgt die Spiele via Sky oder DAZN. Einige werden sich dabei wohl gewundert haben, wieso trotz allem Fangesänge zu hören waren.

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Fans singen vor der Arena

Die Antwort ist durchaus beeindruckend. Hunderte Fans hatten sich vor dem Mestalla versammelt, um ihre Mannschaft von außerhalb des Stadions zu unterstützen. Die Gesänge und Jubel waren bis auf den Rasen vernehmbar. Ob die TV-Anstalten allerdings zusätzlich Außenmikrofone eingesetzt haben, ist nicht klar.

Geholfen hat die leidenschaftliche Unterstützung trotz allem nichts. Valencia verlor auch das Rückspiel mit 3:4 und schied aus dem internationalen Wettbewerb aus. Atalanta Bergamo um den Deutschen Robin Gosens feierte dagegen den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte und wartet nun auf seinen Viertelfinalgegner. Auch hier hat sich das Feiern ohne die blau-schwarze Anhängerschaft aber wohl in Grenzen gehalten.