In der Wilhelma geht der leuchtende Farbzauber in die Verlängerung. Sonst war stets am 6. Januar Schluss. Diesmal bekommt der Stuttgarter Christmas Garden zehn Tage mehr. Die Zwischenbilanz zeigt: Das Publikum ist deutlich jünger als in den Vorjahren.

Lokales: Uwe Bogen (ubo)

Stuttgart - Christian Doll, der Veranstalter des Christmas Garden in der Wilhelma, wünscht sich zum Abschied des Lichterzaubers „noch ein bisschen Schnee“. Eine winterliche Kulisse würde ihm gut gefallen für die sanft leuchtenden Installationen, die diesmal länger geöffnet sind als in den Vorjahren. Bisher war am 6. Januar am Abend des Feiertags Schluss. Nun aber geht’s in die Verlängerung. Bis zum 16. Januar ist das Publikum willkommen, das auf einem zwei Kilometer langen Rundweg staunen und sich wohlfühlen soll. Weil in dieser Saison die Laufzeit länger ist, glauben die Macher der Lichtershow, dass in etwa die gewohnte Besucherzahl (100 000) erreicht wird. Wegen der Coronaregeln werden diesmal weniger Gäste als zuvor gleichzeitig aufs Gelände gelassen.

Engstellen wurden abgebaut, damit es nicht zu Staus kommt

Was Veranstalter Doll aufgefallen ist: Die Besucherinnen und Besucher sind diesmal deutlich jünger als in den Vorjahren. Dies könnte daran liegen, dass ältere Menschen in der Pandemie aus Angst vor Ansteckung eher daheim bleiben. Die Jüngeren hingegen, die sich früher im Winter nach der Arbeit gern auf einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt verabredet haben, treffen sich nun beim Christmas Garden. Laut regelmäßiger Umfragen ist die Begeisterung groß. Engstellen sind abgebaut worden, damit es nicht zu Staus der Menschen kommt.

Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne), oberster Dienstherr der Wilhelma, war mit seinem Büroteam schon da. Nun kam auch Forstminister Peter Hauk (CDU), um die Aktion „Zukunft schenken mit Hitradio Antenne 1“ zu rühmen. Der Reinerlös des historischen Karussells im Christmas Garden geht an dieses Projekt. Damit soll für den Erhalt der heimischen Wälder gespendet werden.

Spenden für den Erhalt der Wälder

Hauk, der Schirmherr der Aktion ist, sagte: „Den Eltern macht es garantiert Spaß, wenn ihre Kinder viele Runden für diese gute Sache drehen.“ Christian Doll ergänzte: „Weihnachten ist auch die Zeit des Gebens, wir wollen deshalb mit dem Christmas Garden jedes Jahr auch etwas Gutes tun.“ Diesmal habe man sich für „Zukunft schenken“ entschieden, „da Bäume und Wälder elementar sind und für künftige Generationen geschützt werden müssen“. Dem Forstminister Peter Hauk überreichte er zusammen mit seinen Mitstreitern einen Scheck in Höhe von 3333 Euro.

Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin wies darauf hin, „dass wir uns als zoologisch-botanischer Garten weltweit für den Erhalt und den Schutz der Artenvielfalt einsetzen“. Auch mit Blick auf den Klimawandel müsse der heimische Forst „zukunftsfähig gemacht werden“. Das Publikum kommt beim Rundgang direkt an dem Haus vorbei, in dem Kölpin mit seiner Familie wohnt. Zu den Höhepunkten in diesem Jahr zählt eine Kathedrale des Lichts, ein 20 Meter langer, von Leuchtdioden erstrahlender Tunnel, der eines der Selfie-Paradiese ist, tanzende Farbfontänen über dem Teich sowie ein großes Feld der hin und her wogenden Lichter.

Wo es Karten gibt

Eintritt unter 2G plus. Ausgenommen von der Testpflicht sind Geboosterte. Erwachsene zahlen zwischen 18 und 22 Euro, Kinder 15,50 bis 19,50 Euro. Empfohlen wird, Zeitslots im Netz zu buchen. Familien (für bis zu fünf Personen) zahlen 50 bis 63 Euro. Karten gibt es unter 0 18 06 / 77 71 11 oder unter: www.christmas-garden.de/stuttgart/tickets .

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