Corona-Impfungen für alle Astrazeneca-Impfstoff wird freigegeben

Bund und Länder heben Priorisierung bei AstraZeneca-Impfung auf. Foto: AFP/MARCO BERTORELLO
Bund und Länder heben Priorisierung bei AstraZeneca-Impfung auf. Foto: AFP/MARCO BERTORELLO

Die Menschen in Deutschland können sich in ihrer Arztpraxis künftig ohne Priorisierung mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen. Bund und Länder beschlossen am Donnerstag die Aufhebung der Bevorzugung von Risikogruppen bei diesem Impfstoff.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Berlin - Bei Corona-Schutzimpfungen mit dem Mittel von Astrazeneca wird die Priorisierung aufgehoben. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag nach einer entsprechenden Entscheidung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern mit. Wer mit dem Mittel geimpft werde, liege nun im ärztlichen Ermessen. Zudem rechnet Spahn mit einer baldigen Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer auch für Kinder ab zwölf Jahren.

Spahn sagte, wenn nichts Unvorhergesehenes geschehe, könne die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) im nächsten Monat eine entsprechende Entscheidung treffen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hätten vereinbart, dass sich die Länder bereits jetzt an die Erarbeitung von Impfkonzepten für die Jüngeren machen, um jedem 12- bis 18-Jährigen bis Ende August ein Impfangebot machen zu können, sollte die Zulassung im Juni kommen. Das Mittel von Biontech ist derzeit für Menschen ab 16 Jahren zugelassen.

Impfreihenfolge gilt für andere Impfstoffe

Für die Impfstoffe neben Astrazeneca gilt nach dem Beschluss weiterhin die Impfreihenfolge, nach der besonders gefährdete Gruppen zuerst immunisiert werden. Die Priorisierung soll insgesamt nach Aussage der Bundesregierung voraussichtlich im Juni aufgehoben werden. In den meisten Bundesländern wird derzeit schon die letzte Priorisierungsgruppe 3 geimpft.

Beim Impfstoff von Astrazeneca war nach seltenen Fällen von Hirnvenenthrombosen nach der Impfung die Impfempfehlung geändert worden. Das Mittel soll vor allem an über 60-Jährige verabreicht werden, weil die seltene Nebenwirkung vor allem bei Jüngeren und dabei vor allem Frauen aufgetreten war. Auch Jüngere können sich aber nach Rücksprache mit dem Arzt mit Astrazeneca impfen lassen. Einige Bundesländer hatten die Priorisierung für den Impfstoff bereits aufgegeben.




Unsere Empfehlung für Sie