Corona-Krise in Baden-Württemberg Hersteller produzieren deutlich weniger Schoko-Nikoläuse

In diesem Jahr werden deutlich weniger Schoko-Nikoläuse hergestellt. Foto: dpa/Lino Mirgeler
In diesem Jahr werden deutlich weniger Schoko-Nikoläuse hergestellt. Foto: dpa/Lino Mirgeler

Die Corona-Pandemie macht vielen Schokoladenherstellern im Südwesten zu schaffen. So werden in diesem Jahr deutlich weniger Schoko-Nikoläuse produziert als sonst.

Dettingen unter Teck - Die Corona-Pandemie vermiest Schokoladenherstellern in Baden-Württemberg das Weihnachtsgeschäft. Die Firma Rübezahl Schokoladen aus Dettingen unter Teck (Kreis Esslingen) etwa hat in diesem Jahr fünf Millionen Nikolausfiguren aus Schokolade weniger als sonst produziert. „Rund 70 Millionen Schokoladen-Weihnachtsmänner und -Nikoläuse haben die Produktionsbänder unserer Werke verlassen“, teilte ein Sprecher der Unternehmensgruppe mit. Die Nachfrage sei geringer, weil weniger Kunden in den Geschäften seien.

Die Unternehmensgruppe rechnet für das Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich. Auch die Nachfrage aus dem Ausland sei deutlich zurückgegangen. „Es gibt hier sogar Länder, die in dieser Weihnachtssaison gar keine Saisonprodukte bei uns bestellt haben“, sagte der Sprecher.

1,3 Prozent weniger als im Vorjahr

Auch beim Schokoladenhersteller Klett aus Nehren (Kreis Tübingen) war das Weihnachtsgeschäft leicht rückläufig. Wegen der Corona-Krise seien weniger Schokoladenweihnachtsmänner ins Ausland exportiert worden, berichtete der SWR.

Bundesweit wurden laut dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie in diesem Jahr insgesamt 151 Millionen Schoko-Nikoläuse hergestellt. Dies seien 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr. 100 Millionen Schoko-Weihnachtsmänner seien schon an den deutschen Einzelhandel gegangen. Rund 51 Millionen seien für den Export bestimmt.

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