Corona-Krise Wohnimmobilien dürften kaum günstiger werden

Aufgrund niedriger Zinsen könnten Immobilien als Anlage noch attraktiver werden und so die Preise stabilisieren. Foto: dpa/Oliver Berg
Aufgrund niedriger Zinsen könnten Immobilien als Anlage noch attraktiver werden und so die Preise stabilisieren. Foto: dpa/Oliver Berg

Die Preise für Wohnungen werden durch die Corona-Krise kaum sinken, sagt das Institut der Deutschen Wirtschaft in einer Prognose. Auch Mieten dürften sich nur leicht verändern.

Köln - Immobilienbesitzer müssen keine großen Wertverluste durch die Corona-Pandemie befürchten: Die Preise auf dem deutschen Wohnungsmarkt sinken „wahrscheinlich nicht oder nur leicht, im schlimmsten Szenario um bis zu zwölf Prozent“, wie das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln prognostiziert. Die Wirtschaftsforscher untersuchten für die Immobiliengesellschaft Deutsche Reihenhaus die Kaufpreise für Wohnimmobilien in den 50 größten deutschen Städten.

Einen Preisverfall erwartet das IW demnach nicht, der Wohnimmobilienmarkt werde „relativ gut durch die aktuelle Krise kommen“, erklärten die Forscher am Montag. Zwar sorgten getrübte Erwartungen über künftige Mieteinnahmen und höhere Unsicherheit insgesamt für einen leichten Preisrückgang. Tatsächlich gebe es bislang aber „keinen Hinweis darauf, dass die Mieten einbrechen könnten“. Gleichzeitig könnten stark fallende Zinsen Immobilien als Anlage attraktiver machen und die Kaufpreise stabilisieren.

Vor diesem Hintergrund halten die Forscher einen Rückgang um maximal zwölf Prozent für realistisch, im besten Fall könnten die Preise demnach sogar stagnieren. Ein stärkerer Rückgang sei nur zu erwarten, „wenn die Corona-Krise jetzt eine Immobilienblase zum Platzen bringen würde“, erklärte das IW. In Deutschland sei das aber keine Gefahr: „Weder sind in den vergangenen Jahren über den Bedarf Wohnungen gebaut worden, noch stehen die Mieter- und Selbstnutzerkosten in einem argen Missverhältnis.“

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