Corona-Krise Zahl der Arbeitslosen im Südwesten steigt deutlich

Von red/dpa/lsw 

Die Corona-Krise macht sich immer deutlicher auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. In Baden-Württemberg stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 8 Prozent. Viel drastischer ist der Vergleich zum Vorjahr.

Viele Menschen haben in der Corona-Krise ihre Arbeit verloren. Foto: imago images/Rene Traut
Viele Menschen haben in der Corona-Krise ihre Arbeit verloren. Foto: imago images/Rene Traut

Stuttgart - Die Corona-Krise treibt die Zahl der Arbeitslosen im Südwesten weiter nach oben. Im Mai waren 270 286 Menschen ohne Job. Das waren 8 Prozent mehr als im Vormonat und gut 41 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Stuttgart mitteilte. Die Quote stieg auf 4,3 Prozent.

„Ursache sind die Auswirkungen der Corona-Krise, die eine bereits vorher gedämpfte Konjunkturentwicklung um ein Vielfaches verstärkt haben“, sagte der Chef der Regionaldirektion, Christian Rauch. Trotzdem ist es noch nicht so schlimm wie bei der Finanzkrise 2009. Damals lag die Arbeitslosenquote im Mai bei 5,2 Prozent.

So sieht es in ganz Deutschland aus

Mehr als 115 000 Betriebe in Baden-Württemberg haben seit dem Ausbruch der Corona-Krise im März Kurzarbeit für inzwischen gut 1,9 Millionen Beschäftigte angezeigt. Wie viele davon tatsächlich in Kurzarbeit sind oder waren, geht aus den Zahlen nicht hervor.

In Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen im Mai im Vergleich zum April noch einmal um 169 000 auf 2,813 Millionen Menschen gestiegen. Die Arbeitslosenquote kletterte um 0,3 Punkte auf 6,1 Prozent. Im Vergleich zum Mai 2019 ging die Arbeitslosigkeit sogar um 577 000 Personen nach oben.

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