Die Landesregierung will die Corona-Verordnungen weiter verschärfen. Dazu sollen auch Geisterspiele im Profifußball gehören. Für den VfB Stuttgart hat dies schwerwiegende Folgen.

Sport: Marko Schumacher (schu)

Stuttgart - Am Freitagabend hat der größte Teil der 25 000 Zuschauer in der Mercedes-Benz-Arena den 2:1-Sieg gegen den 1. FSV Mainz bejubelt – im nächsten Heimspiel am Sonntag gegen Hertha BSC muss der VfB Stuttgart aller Voraussicht nach wieder vor leeren Rängen spielen. „Es ist klar, dass im Profifußball Geisterspiele kommen“, sagte der baden-württembergische Regierungssprecher Arne Braun vor den Beratungen über weitere Corona-Verschärfungen, die am Montag und Dienstag stattfinden sollen.

Zuletzt waren im Land die Besucherzahlen bei Großveranstaltungen beschränkt worden – statt 50 000 wurden beim VfB nur noch die Hälfte erlaubt. Jetzt muss wohl wieder vor gänzlich leeren Rängen gespielt werden, denn: „Die neue Virusvariante, die sich zuspitzende Lage auf den Intensivstationen in vielen Regionen, das weiter nicht gebremste exponentielle Wachstum – all das macht schnelles Handeln notwendig“, sagte Braun.

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Für den VfB bedeutet dies den nächsten herben Rückschlag, nachdem Finanzvorstand Thomas Ignatzi den pandemiebedingten Umsatzverlust zuletzt auf 80 Millionen Euro beziffert hatte. Bis Weihnachten steht nicht nur die Partie gegen Hertha BSC auf dem Programm, sondern auch der in normalen Zeiten größte Zahltag einer Saison: das Gastspiel des FC Bayern München am 14. Dezember (18.30 Uhr). In weiser Voraussicht hatte der VfB den Start des Vorverkaufs vergangene Woche kurzfristig verschoben.

Betroffen sind im Land nicht nur die Stuttgarter, sondern auch die Bundesligisten aus Freiburg und Hoffenheim. In der zweiten Liga gibt es im 1. FC Heidenheim, dem Karlsruher SC und dem SV Sandhausen ebenfalls drei Clubs aus Baden-Württemberg.