Corona-Spürhunde Schnüffeln für ungetrübten Konzertspaß

Corona-Spürhündin Bea  schnüffelt in Probenbehältern in der Teststation. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie kommen bei einer vierteiligen Konzertreihe in Hannover erstmals ausgebildete Corona-Spürhunde zum Einsatz. Foto: dpa/Michael Matthey
Corona-Spürhündin Bea schnüffelt in Probenbehältern in der Teststation. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie kommen bei einer vierteiligen Konzertreihe in Hannover erstmals ausgebildete Corona-Spürhunde zum Einsatz. Foto: dpa/Michael Matthey

Können Corona-Spürhunde Konzerte sicherer machen? Die Band Fury in the Slaughterhouse spielte für einen ersten Praxistest des Forschungsprojekts „Back to Culture“.

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Hannover - Corona-Spürhunde sollen Konzerte sicherer machen: Beim bundesweit ersten Praxiseinsatz der Tiere hat die Band Fury in the Slaughterhouse in Hannover gespielt. Zugelassen waren am Sonntag 500 Besucher, alle mussten vorher einen Antigen-Schnelltest und einen PCR-Test machen und eine Schweißprobe für die Hunde abgeben. Fünf bis sechs Hunde sollten im Einsatz sein, dabei sollten die Tiere nicht durch die Menschenmenge laufen, sondern davon abgesondert die Proben beschnüffeln.

Weitere Konzerte mit drei weiteren Bands folgen

Ziel des Forschungsprojekts „Back to Culture“ von Tierärztlicher Hochschule Hannover, Hannover Concerts und ProEvent Hannover sei es, herauszufinden, ob der Einsatz der Hunde eine Option bei Großveranstaltungen sei, sagte Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Es gibt weltweit Interesse an dem Projekt“, betonte der CDU-Politiker. Holger Volk, Leiter der Klinik für Kleintiere an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, sprach von weltweit 26 Studien, die alle ergeben hätten, dass Hunde Corona-Infektionen erschnüffeln könnten.

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Die vierteilige Konzertreihe wird fortgesetzt mit Bosse (27. September), Alle Farben (2. Oktober) und Sido (9. Oktober). Bei diesen Konzerten steigen die Besucherzahlen nach und nach auf bis zu 1500 – und immer mehr Corona-Regeln entfallen. Beim letzten Konzert müssen nicht einmal mehr Masken getragen werden. Das Projekt wird vom niedersächsischen Wissenschaftsministerium mit 1,3 Millionen Euro gefördert.




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